nBannerZS2 Zabergäuspiegel Faust02


Auto

LINK’s:

Rosa02
linkszeitung
LinkeZeitung
Unterland
Kiarm01AB
NeuesDeutsch
WuethAB
AtomAB
Hai2
zgoraj1
Gendreck
Zaberbanner3
ATTAC
ErlebeDieNatur02
Parkschützer
Parkschutz
LIMA
TAZ
BerljourAB
HomeSpielmann

 Zabergäu Spiegel

 Die regionale Online Zeitung Parteipolitisch und Kapital unabhängig

Weltbedrohung durch globalagierende Wirtschaftsgroßkriminelle mit Hilfe internationaler Banken und in ihren Dienste stehenden korrupten Politiker. Ausverkauf der Länder, soziale Zerstörung, Armut und Leid sind ihre Taten im Namen ihrer ungezügelter Habgier. Durch ihre Verantwortungslosigkeit vernichten sie die Lebensgrundlagen der Pflanzen, Tiere und des Menschen! Die Erde steht kurz vor der Zerstörung jeglichen Lebens!

weiter:      Tschernobyl und die verschwiegene Wahrheit

„Das hat mich auch deswegen interessiert, weil mein Vater lange Jahre... es gibt Briefe aus Brest. Festung Brest. Es gibt Bilder..., auch im Lazarett. Das war eben, wie heißt das? Heeresgruppe Mitte, eines der Lazarette, die sie da hatten. Briefe und Bilder... und wie er da so... Irgendwie dachte ich immer, ich muss das mal sehen. Wir haben natürlich nie mit ihm über all diese Dinge geredet. Und 1963 ist er dann gestorben, an einer bösartigen Erkrankung auch. Ich weiß'nur noch, meine Mutter kolportierte, dass er mal gesagt hat: .Wenn wir den Krieg verlieren, dann gnade uns Gott!'" Die Kinder mit den Narben Frau Dr. Siedentopf hat sich wieder gefangen und erzählt weiter: „Wir haben alles angeschaut, auch das ehemalige Getto. Und eher zufällig haben wir fünf Ärzte aus der Gruppe dann auch eine Klinik besucht, außerhalb von Minsk. Da erholten sich Kinder, die behandelt wurden nach Schilddrüsenkrebs. Das waren die ersten Opfer, die wir sahen, in einem ehemaligen Erholungsheim für Funktionäre. Alle Kinder waren blass und mit einer roten Narbe am Hals. Da ist uns das erst klar geworden, dass Tschernobyl nicht vorbei ist. Eine Ärztin sagte uns dann, dass ihnen eigentlich nicht so sehr Versöhnung und Völkerverständigung helfen könnten, sondern dass sie konkrete medizinische Hilfe brauchen. Wenn wir helfen möchten, sollen wir in die Provinz gehen, die großen Kliniken in Minsk seien schon relativ gut versorgt. Da war die Frankfurter Uniklinik engagiert. Und wir bekamen eine Anschrift und sagten, wir überlegen das mal. Und bald darauf sind wir dann zu zweit nach Kostjukovitschi gefahren. Das liegt etwa 180 Kilometer Luftlinie von Tschernobyl entfernt, im Osten Weißrusslands. Meine Stadt Dietzenbach hat 35.000 Einwohner, etwa so viele wie Kostjukovitschi. Wir besuchten dort den Chefarzt in einem alten Krankenhaus von 1905, es war unglaublich, Baracken, so im Gelände verteilt, ohne irgendwas. Er zeigte uns alles, und wir lernten dann auch die hochschwangere Apothekerin Larissa kennen, die bis heute unsere zuverlässige Verbindungsfrau und auch Freundin ist. Sie zeigte uns ihre Apotheke, die ebenfalls sehr schlecht ausgerüstet war. Es fehlte an Verbandsmitteln, an Verbrauchsmaterial. Für Kinder, hieß es, gibt es keine Zäpfchen. Sie konnte auch keine selbst herstellen, denn es fehlte die Rohsubstanz Kakaobutter. Und warum macht ihr keine Augen- und Ohrentropfen? Es gibt keine Pipettenfläschchen, erklärte sie. Und da begann dann unser Projekt erst mal mit der medizinischen Hilfe. Es ging um die Folgekrankheiten von Tschernobyl, darum, da irgendwie behilflich zu sein. Und mit diesen Menschen, dem Chefarzt, der Apothekerin und noch einer Kinderärztin, haben wir dann eigentlich zehn Jahre lang ein sehr intensives medizinisches Projekt gehabt. Wir haben für das Apothekenprojekt geschickt - oder gebracht -, was an Substanzen benötigt wurde. Sie haben es dort selbst verarbeitet. Die Kinder-zäpfchen wurden dann kostenlos oder ganz billig abgegeben. Eine wichtige Hilfe waren auch gynäkologische Präparate, Frauenzäpfchen. Nach zehn Jahren war das dann nicht mehr möglich, weil die Medikamentenzuteilung zentralisiert wurde, die Apotheken waren nur noch Verkaufsstellen und durften nichts mehr selbst herstellen. Zu dieser Anfangszeit hatte das auch schon angefangen, dass Kinder eingeladen wurden nach Deutschland. 1990 waren die ersten Kinder in der DDR eingeladen zu Erholungsaufenthalten. Die konnten dort ja auch Russisch und hatten schon Kontakte. 1991 fing es dann auch bei uns an. Unsere Stadt hat gesagt, sie wird die Finanzierung von 50 Kindern aus der Tschernobyl-Gegend übernehmen für einen Urlaub im Taunus. Aber ich sagte, sie sollen doch Kinder aus Kbstjükovitschi nehmen und auch unsere Familien in Dietzenbach sollen sich mit dem Thema beschäftigen. Und so wurde es dann gemacht, wobei zwei, drei Jahre es noch die Stadt finanzierte und danach unser .Freundeskreis Kostjukovitschie, der sich dann auch juristisch gegründet hat, damit wir die Spendengelder richtig abrechnen konnten. Die Familien und die Kinder haben sich trotz Sprachschwierigkeiten und Fremdseins sehr schnell miteinander angefreundet. Viele dieser Freundschaften haben sich erhalten über die Jahre. Bis heute waren mehr als 900 Kinder und 250 Erwachsene in Dietzenbach unsere Gäste. Viele freundschaftliche Gegenbesuche haben stattgefunden. Und ich bin seitdem etwa 4O-mal in Weißrussland gewesen. Vom ersten Jahr an eigentlich haben wir immer auch - neben der medizinischen Hilfe - fehlende Gegenstände für das Alltagsleben in dieser Mangelgesellschaft gesammelt. Erst in meiner Praxis, später bekamen wir dann eigene Räume. Es wurden Pakete geschickt, es fahren zweimal jährlich Transporte mit Lastwagen, wir sammelten alles, Kleidung, Fahrräder, Nähmaschinen, Spielzeug, Musikinstrumente, Computer, Sportgeräte usw. Wir hörten uns auch dort um, was so gebraucht wird, eine Kunstschule wünschte sich einen Brennofen. Ein Altenheim auf dem Dorf brauchte alles: Betten, Matratzen, Bettzeug, Kleidung, Teppiche, Möbel, Geschirr usw. Da waren wir sehr engagiert, es gab auch eine Einrichtung für das Kabinett des Arztes, der da ab und zu hinkommt. Liege, Apparate. Oder auch für Kinderärzte haben wir Stethoskope und Ohrspiegel geschickt, an denen es fehlte, oder Spekula, mit denen man in die Nase guckt, solche Dinge. Ach ja, auch kleine Spiegel, mit denen man in den Kehlkopf guckt, schickten wir. Die sind aber immer nach einem Jahr schon blind geworden, und wir haben gefragt, was sie denn damit machen. Die wurden sterilisiert in der allgemeinen Sterilisation, ,die die Spiegel kaputt machte. Dann haben wir einen eigenen kleinen Sterilisator besorgt, und ab da lief es dann. Ein anderes Projekt sind Kindergärten. Wir gingen in die Dörfer und haben gesehen, dass sie nichts haben an pädagogischem Einrichtungsmaterial. Nicht mal Bauklötzchen oder Puppenwagen. Mit dem nächsten Transport haben wir dann so eine Grundausstattung geschickt. Und als ich mal wiederkam, im Winter, da waren nur noch drei Kinder da. Und man erklärte mir, nein, die sind nicht krank, die Eltern können das nicht bezahlen, wir sind zwar ein Umsiedlungsdorf, aber die Hilfen wurden gestrichen. Und im Winter haben die Eltern keine Arbeit auf der Kolchose, da behalten sie die Kinder zu Hause. So haben wir dann die Kosten übernommen, und es kamen noch viele andere Kindergärten dazu. Der kleinste, den wir zurzeit finanzieren, das ist einer mit fünf Kindern. Sie leben in einem Ort, wo es nichts mehr gibt. Kolchose ist nicht mehr da, Schule ist weg, nur noch den Kindergarten gibt es. Und ganz wichtig für Kindergartenkinder ist, es gibt dort mehrere Mahlzeiten, vitaminreiches, gesundes Essen. Nun will ich zum Gesundheitszustand kommen, über den man wohlweislich hier nichts zu hören bekommt. Es ist wichtig, dass man sich mal klarmacht: Mit dem Abstand zum Ereignis werden die Folgen für die Menschen und das biologische Leben immer katastrophaler. Das wollen unsere Regierungen und Medien genauso wenig sehen wie Lukaschenko, der .das Ereignis per Beschluss für MUSEAL erklärt. Die versteckten Mütter Nach Tschernobyl gab es verschiedene katastrophale Wellen. -Die erste betraf einerseits Erwachsene: Liquidatoren, Ärzte, Leute, die in die verstrahlten Dörfer gingen, und die Bevölkerung dort auch. Da sind viele recht bald an Krebs gestorben. Und andererseits waren dann gleich die Kinder betroffen. In dieser Gegen Weißrusslands herrscht Jodmangel - sie haben ja keine Küste wie die Japaner zum Glück -, und so wurde das radioaktive Jod massiv aufgenommen von der kindlichen Schilddrüse. Es hat eine kurze Halbwertzeit, also das ist in den ersten zehn Tagen aufgenommen worden. Man hat nach Tschernobyl versucht, bei allen betroffenen Schwangeren abzutreiben. Die Mütter haben sich aber zum Teil versteckt. Und direkt in dem Jahr danach gab es auch bei diesen Kindern Schilddrüsenkrebs. Eine Krankheit, die es vor Tschernobyl bei Kindern gar nicht gab. 4.000 Schilddrü-senkrebsfälle bei Kindern in Weißrussland sind offiziell bestätigt, die sind operiert, die sind nachbestrahlt, die müssen lebenslang Hormone nehmen, sonst werden sie zu Kretins. Aber das müssten sie eigentlich kostenlos kriegen, auch heute, 25 Jahre danach noch, und auch im Falle der später aufgetretenen Funktionsstörungen. Wir haben jetzt bei der nächsten Generation vermehrt auftretende Bluterkrankungen. Wir sagen: TSCHERNOBYL WÜTET IN DEN GENEN. Und das ist die nächsten 300 Jahre so, weil Strontium und Caesium eine Halbwertzeit von 30 Jahren haben und das mit 10 multipliziert. Das ist die Faustregel. Sieben bis acht Generationen, mindestens. Ganz zu schweigen vom Plutonium, das eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren hat. Ein Problem ist Diabetes, bei Kindern und Erwachsenen. Besonders bei Neugeborenen. Das gab es früher auch nicht. Und es ist so, dass der Staat zwei Sorten Insulin einkauft, und damit müssen alle klarkommen. Kinder brauchen aber mindestens noch eine dritte Sorte, und die gibt es nicht, außer es kümmern sich NGOs darum. Die betreiben auch die fehlende Aufklärung. Ein anderes Problem sind Augenstörungen bei Kindern, Linsentrübungen. Und es gab eine Zunahme von Brustkrebs bei Frauen, viele starben innerhalb von fünf Jahren. Könnte es sein, dass strahleninduzierter Krebs viel bösartiger ist als ein Alltagskrebs, der sich entwickelt? Die Zahl der Missbildungen ist gestiegen. Abtreibung ist ein großes Thema. Schwangerschaftsverhütung kostet Geld, das kann sich kaum jemand leisten. Das ist ein großes Problem. Und es gibt andererseits das Problem der unfruchtbaren Paare. In Kostjuko-vitschi gibt es 30 Prozent ungewollt sterile Ehen. Eine andere Geschichte ist die Zunahme bösartiger Tumore, die 6-, 7-, 8-, 9-jährige Kinder jetzt entwickeln. Hirntumore, Knochentumore. Ein weiteres großes Problem: In den verstrahlten Gebieten heilten Wunden nicht mehr, es war dramatisch. Der Grund ist eine Immunschwäche, weil das radioaktive Strontium sich in den Knochen einbaut und da bleibt. Und im Knochen wird das Blut gebildet, es wird ständig bestrahlt! Es ist dann wie bei Aids, dass Impfungen nicht angehen, weil keine Antikörper mehr gebildet werden. Also auch Zunahme von Polio, trotz Impfungen. Und es gibt eine Zunahme von Tuberkulose, weil auch da die Impfungen nicht mehr angehen und die Leute einfach auch keine gute Ernährung haben. Zudem haben viele ihr Gemüse mit Regenwasser gegossen und sie sammeln im Herbst Pilze und Beeren, die immer noch hochkontaminiert sind. Geschädigte Zellen! Die Vielzahl der behinderten Kinder, mit geistigen und körperlichen Beschädigungen, ist eine direkte Folge der Strahlenbelastung. Man muss sich das mal klarmachen, dass bei den Frauen ja die Eierstöcke bereits in ihrem Embryonalstadium angelegt sind, eine große Menge von Zellen entwickeln sich zu Eierfol-likelri, 8 Millionen. Und alle Schädigungen der Mutter kriegen diese Zellen ab. Die Placenta hat eine Schutzschranke, und ausgerechnet da kann sich die Radioaktivität sozusagen konzentrieren. Die beschädigten Eier können nicht repariert .werden, i bis 2 Millionen sind es bei der Geburt. In der Pubertät noch etwa 400.000. Und die können dann bereits im Mutterleib beschädigt worden sein mit den entsprechenden Folgen bei einer Schwangerschaft. Und noch etwas ist sehr wichtig zu wissen: Was die genetischen Schäden angeht und die Krebshäufigkeit usw., das sind alles Folgen von NIEDRIGSTRAHLUNG, und das ist etwas anderes als die Strahlenkrankheit der Liquidatoren. Etwas, das permanent von den Verantwortlichen geleugnet wird. Die Schädigung der Organe durch inkorporierte künstliche Radionuklide, daran sind die kurzwelligen Strahlen schuld. Bei Zellschädigung durch Radioaktivität hat die Zelle vier Möglichkeiten, i.: Die Zelle stirbt sofort ab. 2.: Die Funktion der Zelle wird zerstört. 3.: Die Zelle entartet und es entwickelt sich Krebs. 4,: Die Zelle kann sich reparieren. Das können aber nur erwachsene Zellen. Embryonen haben gar keine Reparaturmechanismen, auch Kinderzellen können das nicht. Sie sind aufs Wachsen und Teilen aus und erst allmählich kriegen sie ihren Reparaturmechanismus. Und deshalb sind Kinder auch so besonders gefährdet. Und aus diesen Gründen hätten alle Schwangeren und Kinder sofort aus Fuku-shima weggebracht werden müssen! Die Atomwirtschaft, das ist noch mal eine Dimension, die wir gar nicht einschätzen können, weil so viele wirtschaftliche Interessen, so viel Geld dahinter stecken. Was wir aber einschätzen können, ist, dass sie und ihre Lobbyisten - zu denen auch die Politik und die einschlägigen Organisationen gehören - absolut zynisch sind und entsprechend agieren. Das fängt schon an mit den Grenzwerten. Selbst in der Ukraine und in Weißrussland gelten niedrigere Grenzwerte als bei uns. Es gibt einfach keine verbindliche unabhängige Instanz auf der Welt. Die WHO hat nur EINEN EINZIGEN Menschen, der sich mit Strahlung beschäftigt! Aber sie hat ja ohnehin nichts zu sagen. In Strahlen-Angelegenheiten hat sie einen absoluten Maulkorb. Seit dem Vertrag von 1957 ist sie der IAEO (International Atomic Energy Agency) unterstellt, und die unterdrückt jede Meldung über die reale Strahlengefahr. Wir müssen das anprangern, diese Unterstellung der WHO unter die IAEO, diesen Knebelvertrag. Der IPPNW fordert eine Kündigung dieses Abkommens! Vielleicht kann die WHO dann endlich dem Artikel eins ihrer Verfassung gerecht werden: allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen." Der Foodwatch-Report des IPPNW (August 2011, deutsche Sektion), formuliert unmissver-ständlich: Die Festsetzung von Grenzwerten ist letztlich „eine Entscheidung über die tolerierte Zahl von Todesfällen".

taz vom 27.12.2011 / von Gabriele Goettle

Schwedens Beschluss zur Kernkraft führt auf die falsche Fährte

Es ist ein bemerkenswerter Beschluss, den vergangene Woche die Vorsitzenden der vier Parteien, die Schwedens derzeitige Regierung bilden, zur Energie- und Klimapolitik gefaßt haben. Das Bemerkenswerteste daran ist die Absicht, Schweden bis zum Jahr 2020 zur Hälfte mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Fast ebenso bemerkenswert ist, dass die schwedische Regierung der deutschen nun nachzueifern gedenkt und sich ebenfalls zum Ziel setzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Trotzdem wurde dieser Teil des Beschlusses in Deutschland so gut wie nicht zur Kenntnis genommen. Für Aufregung sorgte statt dessen die gleichzeitig von der schwedischen Regierung beschlossene Annullierung des Atomausstiegsgesetzes von Anfang der 1980er Jahre. Tatsächlich heißt es in dem erwähnten Beschluss, dass das Gesetz zum Ausstieg aus der Kernenergie aufgehoben und der Neubau von bis zu zehn Reaktoren als Ersatz für die existierenden zehn Meiler erlaubt werden soll. Dieser Beschluss mutierte hierzulande zu einem „Atom-Comeback“ und zu der Nachricht, Stockholm wolle neue Reaktoren bauen. Dass die dortige
Regierung die Haftung für die Betreiber von Atommeilern verschärfen will, Subventionen für neue Nuklearanlagen entschieden ablehnt und es deshalb Investoren nicht gerade einfach macht, fiel unter den Tisch – ebenso wie der Umstand, dass die Aufhebung des Verbots zum Bau von Kernkraftwerken erst noch vom schwedischen Reichstag beschlossen werden muss. Hauptsache, um die deutschen Atomaussteiger ist es wieder ein Stück einsamer geworden. An demselben Tag, an dem sich die Parteivorsitzenden der Allianz für Schweden auf ihren Energie- und Klimabeschluss einigten, tagte in Berlin das Deutsche Atomforum, ein Lobbyverband der Kernkraftbefürworter. Einer der geladenen Redner war Fatih Birol, der Chefökonom der Internationalen Energie Agentur (IEA) und beileibe kein Gegner der Kernenergie. Die versammelten Nuklearfans überraschte Birol allerdings mit der Botschaft, dass die von ihnen favorisierte Energieform die mit Abstand unwichtigste Technik bei der Bekämpfung der Erderwärmung ist. Den Stellenwert konnte Birol sogar beziffern: Nur neun Prozent der CO2-Emissionen, die bis zum Jahr 2030 vermieden werden müssen, soll die Erderwärmung zwei Grad nicht übersteigen, kann die vermehrte Nutzung der Kernenergie bringen, 54 Prozent müssen durch mehr Energieeffizienz erreicht werden, 23 Prozent durch mehr erneuerbare Energien und 14 Prozent durch CO2-Abscheidung bei der Kohlenutzung. Auch wenn jede einzelne der IEA-Ziffern im Detail womöglich angreifbar ist, zeigt doch die Größenordnung unmißverständlich, wo die Energiepolitik ihre Prioritäten zu setzen hat – und wo die Posteriotäten. Als wenn es diese Erkenntnis nicht gäbe, tobt allerdings hierzulande der Streit um den Wiedereinstieg in die Atomenergie. Die Herausforderungen, die unbedingt zu bewältigen sind, soll die Energieversorgung sicherer und klimaverträglicher werden, bleiben derweil unerledigt (Energieeffizienz) oder werden als Marotte weltfremder „Weltverbesserer“ abgetan (erneuerbare Energiequellen). Tatsächlich ist es aber die Atomgemeinde, die mit ihrem Faible für das Irrelevante die Öffentlichkeit an der Nase herumführt. Das war bereits anläßlich der Lieferausfälle wegen des russisch-ukrainischen Gasstreites so (Lösung: Ausstieg aus dem Atomausstieg), es wiederholte sich beim schwedischen Energie- und Klimabeschluss, und der Reflex wird sich jederzeit erneut zeigen, wie unpassend auch immer die Gelegenheit sein mag. Auch das eingängige Argument, in Deutschland gehe es nicht um den Bau neuer Meiler, sondern nur darum, die bestehenden Reaktoren etwas länger am Netz zu halten, damit in Zukunft nicht größere Mengen der besonders klimaschädlichen Kohle verstromt werden müssen, zeugt vor allem von Ignoranz. Das Argument hat sich längst als falsch erwiesen, und zwar gutachterlich bestätigt durch Prognos und das Energiewirtschaftliche Institut der Kölner Uni. Setzt die Regierung ihre im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele einschließlich Atomausstieg um, sinken laut deren Expertisen bis zum Jahr 2020 nicht nur die CO2-Emissionen um fast 40 Prozent; obendrein sinken der Kohleverbrauch stark und der Erdgasverbrauch ein wenig. Dass diese Erkenntnisse beim Streit um die Energie der Zukunft kaum eine Rolle spielen, offenbart nicht nur das erbärmliche Niveau der bundesdeutschen Debatte. Es offenbart auch, dass die Fixierung auf die Atomfrage eine Verschwendung mentaler Energie ist. Fritz Vorholz

Kein weiterer Tag mit tödlichem Restrisiko

Die Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind heute in ihrer Dimension von niemandem zu überblicken. Fest steht jedoch in Japan, wie im Rest der Welt: "Es gibt keine sichere Nutzung der Atomkraft. Die Bundesregierung hätte sagen müssen: Die Atomkraftgegner haben Recht gehabt. Sie aber schaut auf Wahltermine. Die Atomkraftwerke in Deutschland und überall in der Welt müssen unverzüglich abgeschaltet werden.", so der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch. Der Vorsitzende Klaus Ernst bekräftigt die Position der LINKEN: den sofortigen Ausstieg. "Dazu brauchen wir ein Gesetz, das ohne die Atom-Lobby entstehen muss.", so Klaus Ernst. Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Gregor Gysi, sprach am vergangenen Donnerstag im Parlament zur Atom-Debatte. Seine Forderung: "Das nukleare Zeitalter muss unverzüglich beendet werden." Die Vorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, verwies auf die unheilige Allianz von Atomparteien und Atomlobby und sagte, "Bürgerinnen und Bürger haben bei den anstehenden Wahlen die Möglichkeit, die Atomparteien abzuwählen."

Atomerbe bedroht Russland

Ein offizieller Bericht des Staatsrates beschreibt gravierende Mängel an den russischen AKWs. Versunkene Atom-U-Boote könnten eine Katastrophe verursachen

MÖNCHENGLADBACH taz \ Die russische Regierung gibt sich atomskeptisch: Vergangene Woche beriet der Staatsrat unter Vorsitz von Präsident Medwed-jew einen Bericht, der sich unter anderem mit den Gefahren des nuklearen Erbes in Russland auseinandersetzt. Es war das erste offizielle Dokument dieser Art nach der Reaktorkatastophe im japanischen Fukushima. Es beschreibt die russische Atomwirtschaft zwar zunächst in euphorischen Tönen: Sie sei mit ihren 190.000 Mitarbeitern und 500 Unternehmen weltweit bei der Entwicklung von Reaktoren führend. Doch in einer Anlage geht das Dokument schonungslos auf die Mängel und Gefahren der russischen Atomwirtschaft und Atomrüstung ein. „Nach den Ereignissen in Japan müssen alle Länder auf der Welt zuallererst Atomreaktoren der ersten Generation vom Netz nehmen. Diesen fehlen konstruktionsbedingt die erforderlichen technologischen Systeme und die Sicherheitssysteme zum Verhindern und Bekämpfen von Havarien" heißt es in dem Bericht. Mehrfach wird der mangelhafte Erdbebenschutz der russischen Atomkraftwerke kritisiert. Manche verfügten nicht einmal über eine automatische Notabschaltung. Ob die Sicherheitssysteme Erdbeben standhalten, ist oft nicht getestet worden. Bei ei-nigen Atomkraftwerken habe man die seismischen Aktivitäten am Standort niedriger angesetzt als in den Karten der Russischen Akademie der Wissenschaften Zudem droht durch zwei gesunkene Atom-U-Boote in der Karasee und der Barentssee eine Katastrophe. Dort sei eine nicht mehr zu kontrollierende atomare Kettenreaktion „hoch wahrscheinlich" heißt es in dem Bericht. Die U-Boote enthalten hoch angereicherten atomaren Brennstoff und müssten spätestens 2014 geborgen werden. Insgesamt lagern laut des Bericht in den Tiefen des Polarmeers drei Atom-U-Boote, 14 Atomreaktoren, 19 Schiffe mit festem Atommüll, 735 radioaktive Gebilde und mehr als 17.000 Container mit Atommüll. Der ist auch an Land ein Problem. Auf dem Gelände des Kraftwerkes Belojarsk wird der Abstand der abgebrannten Brennstäbe in den Abklingbecken verringert, weil sie fast voll sind. Noch kritischer sieht es in den Atomkraftwerken von Kursk, Smolensk und St. Peters-hurg aus./Spätestens 2012, so empfiehlt der Bericht, müsse der Atomkonzerh Rosatom Anlagen zur Konditionierung und Lagerung von radioaktiven Abfällen in St Petersburg, Smolensk und Kursk in Betrieb nehmen. Das AKW in Kursk ist sogar einsturzgefährdet: Fachleute haben in seinem Fundament eine bedrohliche Krümmung entdeckt. Bei den meisten Atomkraft-Werken habe man beim Bau mögliche Auswirkungen von extremen Wettereinflüssen nicht genügend berücksichtigt. Auch der Schutz vor Wasserstoffexplosionen genüge den russischen Standards in vielen Reaktoren nicht - das heißt, eine Wasserstoffexplosion, wie sie sich in Fukushima ereignet hatte, könnte sich auch in Russland wiederholen. Der Bericht zeigt, dass die russische Führung die atomaren Gefahren sehr gut kennt und man zumindest zeigen will, dass man sie ernst nimmt. Präsident Med-wedjew hatte sogar zahlreiche Umweltorganisationen zu einem Gespräch über das Papier eingeladen. Die Vorsitzende de'r Anti-AKW-Gruppe Bewegung für atomare Sicherheit, Natalja Mirono-wa, war hingegen kurzfristig ausgeladen worden. Aus ihrer Sicht besteht kein Grund zum Optimismus. Das sieht auch Vladimir Slivjafc von der NGO Ecodefense so, der gar nicht erst eingeladen war. „Keine einzige Frage zur Atomenergie ist bei dieser Begegnung mit Medwedjew zugelassen worden" sagte er der taz. Auch sei nicht klar, wie die russische Führung auf die Mängel reagieren werde. Dafür strafe der Bericht russische Offizielle und Premierminister Wladimir Putin Lügen. Sie behaupteten, die nach Fukushima durchgeführten Kontrollen hätten bewiesen, dass die russischen Atomkraftwerke absolut sicher seien.

TAZ

Die Atomare Zeitbombe tickt

Es sind die höchsten Strahlenwerte, die seit Beginn der Reaktorkatastrophe in der nordjapanischen Präfektur Fukushima am 11. März gemessen wurden. Bis auf 10.000 Millisievert pro Stunde schlugen die Zähler von Arbeitern des AKW-Betreibers Tepco am Montag aus. Die Arbeiter hatten die Dosis im Schacht eines Reaktorbehälters zwischen den Reaktoren eins und zwei der Anlage entdeckt. Am Dienstagmorgen gab Tepco bekannt, dass in einem weiteren Schacht ebenfalls mehr als 10.000 Millisievert pro Stunde gemessen wurden. Die tatsächlichen Werte könnten sogar noch deutlich höher liegen - doch höhere Werte als 10,000 Millisievert pro Stunde können die von Tepco eingesetzten Messwerte nicht darstellen. Die Arbeiter selbst trugen bei der Messung Schutzanzüge und bekamen deshalb laut Tepco nur vier Millisievert ab; der jährliche Grenzwert liegt in Japan bei 250 Millisievert. Dennoch zeugt die Entdeckung einer so hohen Radioaktivität außerhalb der weiterhin notgekühlten Reaktorkerne von den enormen versteckten Gefahren bei der Bewältigung der Krise. Man kann es in einer Broschüre des japanischen Wissenschaftsministeriums nachlesen: Wer einer radioaktiven Strahlendosis von 10.000 Millisievert ausgesetzt ist, wird voraussichtlich innerhalb von einer oder zwei Wochen sterben. Bisher lag der gemessene Höchstwert in einem Reaktorgebäude der Fuku-shima-Anlage bei 4.000 Millisievert pro Stunde, außerhalb der Gebäude bei 1.ooo Millisievert. Gleichwohl haben kritische Experten schon in den vergangenen Monaten vor der extrem hohen Verseuchung der Anlage gewarnt. Von „keiner großen Überraschung, aber einer sehr, sehr ernsten Lage" spricht deshalb der unabhängige Atomingenieur Tetsuji Imanaka vom Reaktorforschungsinstitut der Universität Kioto. Imanaka warnt vor den Gefahren für die Arbeiter vor Ort: „Jeder, der ungeschützt in der Nähe des entdeckten Abflussrohres arbeitet, muss mit seinem Tod rechnen" sagte er. Vor allem aber wirft Imanaka dem AKW-Betreiber Tepco vor, dass dieser den bislang gefährlichsten Hot Spot der Anlage erst knapp fünf Monate nach Beginn der Katastrophe entdeckt: „Tepco hätte diese Entdeckung viel früher machen sollen." Schon Ende Juni hatte die atomkritische Tokioter Nichtregierungsorganisation CNIC (Citi-zens Nuclear Information Center) auf die „laschen Dosisberechnungen an der Atomanlage in Fukushima" hingewiesen. Die Organisation kritisierte, dass für Tausende von Arbeitern, die derzeit im Rahmen der Reparaturarbeiten an der Atomanlage zum Einsatz kommen, vor Ort nur ein Arzt zur Verfügung stehe und der Strahlenschutz der Arbeiter nicht unabhängig kontrolliert werden könne. Noch am Dienstag gab Tepco bekannt, dass man die Atomanlage nun nach weiteren Strahlungsnestern absuchen werde. Ungeachtet der Gefahr bekräftigte Tepco sein Ziel, die Reaktoren bis Januar zu stabilisieren. Die hohen Strahlenwerte würden die Arbeiten nicht behindern, versicherte der Kraftwerksbetreiber. Wissenschaftler hingegen warnten davor, das Einhalten der Frist über den Schutz seiner Einsatzkräfte zu stellen. Tepco und auch die japanische Regierung hatten erst vor zwei Wochen verkündet, dass die Vorbereitungen zur Stilllegung des Atomkraftwerks Fukushima wie geplant laufen würden und die Lage sich erheblich stabilisiert habe. Die Kraftwerksbetreiber würden stetig Fortschritte machen.

taz vom 03.08.2011

Verstrahlung & Vergiftung = Alterskrebs?

Viele haben es schon längst gewusst: Der größte Feind des Menschen ist der Kapitalismus. Kaschierte Eigenverantwortung übertüncht die Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Mitmenschen und der Natur. Habgier tötet den Mitmenschen und legt den Untergang für die gesamte Menschheit. Eines dieser tödlichen Artefakte sind die Atommeiler und deren Abfallprodukte. Die Vernichtung des Lebens begann nicht nur in Tschernobil oder Fukushima. Schon der bestehende Abfall reicht aus, um die gesamte Menschheit auszurotten!

Unmengen giftiger Brühe

Hotspots Das Gelände ist verseucht mit Tausenden Tonnen hochgiftigen Schlamms. Einiges davon hat Tepco ins Meer gepumpt

BERLIN taz \ Die aktuell gemessenen Strahlungswerte von 10.000 Millisievert pro Stunde im japanischen Unglücksmeiler Fukushima sind zwar erschreckend. Und noch äußert sich Kraftwerksbetreiber Tepco nicht offiziell über die genauen Ursachen oder kennt sie vielleicht tatsächlich nicht. Doch überraschend sind diese Werte fünf Monate nach dem schweren Unglück nicht. Es ist zu erwarten, dass es in den nächsten Wochen weitere Schreckensmeldungen dieser Art geben wird. Am 12. März - also einen Tag nach dem schweren Erdbeben - hat es im Reaktor 2 vom Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine Kernschmelze gegeben. Konkret heißt das: Die Brennelemente sind so weit geschmolzen, dass hochradioaktive Materialien den Reaktorboden durchfräst haben. Bei den Löscharbeiten und Kühlungsversuchen haben die Rettungskräfte zugleich Tonnen von salzhaltigem Meerwasser in die Reaktoren gepumpt, die sich mit den geschmolzenen Brennstäben zu einer hochradioaktiven Brühe vermischt haben. Immer noch befinden sich vermutete 100.000 Tonnen dieses giftigen Gemischs allein in den unteren Geschlossen der über Schächte und Rohre verbundenen Reaktorblöcke i und 2. Ein Teil dieser Brühe hat Tepco ins Meer gepumpt, weswegen selbst in weiter entfernten Küstenorten immer wieder hohe Strahlenwerte gemessen werden. Einen weiteren Teil hat der Kraftwerksbetreiber in Tankern zwischengelagert. Und wiederum ein Teil ist über den defekten Reaktorkern eben in den Boden gesickert, in den Untergrund gelangt und unter anderem über Schächte damit an die Außenwelt. Bislang ist es den Rettungsmannschaften nicht gelungen, alle Lecks zu versiegeln. Auch ein Verfahren, dass die radioaktiven Partikel aus den vielen Tausend Tonnen          hochradioaktiven Schlamms herausfiltert, ist bislang nicht gefunden. Insofern ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen noch zahlreiche dieser Strahlennester auftauchen werden - und zwar auch außerhalb des verseuchten Kraftwerksgeländes. Nichtregierungsorganisationen, die den Messungen von Tepco schon lange keinen Glauben schenken, haben etwa auch in den nahe gelegenen Städten Date, Koriyama und drei weiteren Städten hohe Werte gemessen. Dort hat es bislang nur einzelne Evakuierungen von Bewohnern gegeben, deren Häuser auf besonders brenzligen Hotspots stehen. Der größte Teil des radioaktiv; verseuchten Schlamms ist ohnehin im Meer „entsorgt" worden. Und sosehr Umweltorganisationen ankreiden, dass in der Umgebung nicht ausreichend gemessen werde - im Meer finden so gut wie gar keine Messungen statt. Sprich: Das gesamte Ausmaß der Fukushima-Katastrophe wird nie ans Licht kommen.

FELIX 1EE, taz 03.08.2011

Strafanzeige wegen Körperverletzung

ASSE- Mitarbeiter wehrt sich!

Ein an Leukämie erkrankter Mitarbeiter ( tätig von 1987 - 1990 ) des Atommülllagers ASSE erstattete Strafanzeige bei der Braunschweiger Staatsanwaltschaft wegen schwerer Körperverletzung. Der Mitarbeiter hatte regelmäßig mit Lauge zu tun, die möglicherweise radioaktiv belastet war. Diese Gefahr wurde dem Mitarbeiter verschwiegen. Seine Angaben seien schlüssig genug, um aus den Vorermittlungen ein offizielles Ermittlungsverfahren einzuleiten. Die Anzeige richtet sich gegen leitende Beschäftigte der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung als Exbetreiber der ASSE.

Atomenergie

 Die stille Katastrophe

Von Netzwerk Regenbogen
Bereits der "Normalbetrieb" von Atomkraftwerken ist eine stille Katastrophe. Noch vor einem Vierteljahrhundert wurde von Atom-Industrie und Politik behauptet, aus einem Atomkraftwerk könne keine Radioaktivität entweichen. Doch bereits damals war Fachleuten bekannt, daß radioaktives Tritium, das in Atomreaktoren entsteht, von keinem der in den Kraftwerken eingesetzten Materialien zurückgehalten werden kann.
Das gasförmige Tritium ist ein Isotop des Wasserstoffs. Seine Halbwertzeit beträgt 12 Jahre. Die Ausbreitung dieses Gases ist nahezu unkontrollierbar. Es entweicht durch die Wände sowohl von Stahl-, als auch von Beton- und Kunststoff-Tanks. Und Tritium ist nur einer aus einer Vielzahl radioaktiver Stoffe, die bei der "friedlichen" Nutzung der Atomenergie in die Biosphäre gelangen. http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=fdrntcteydqlaxx

ZEIT - ATOM - BOMBE ASSE

Kanzlerin Merkel wusste schon seit 1996 von der Atom - Gefahr im Atommülllager Asse! Laut dem ersten Zeugen - der 77 jährige Bergbauwissenschaftler Jürgen Schubert,  vor dem ASSE- Untersuchungsausschuß lagert in der doppelt so viel Plutonium wie bisher angenommen wurde. Die 24 Kilogramm Plutonium befinden sich in ca. 126.000 Atommüllfässern. Die Gefahren des Atommülllagers wurden unterschätzt - auch von der CDU- Bundeskanzlerin Angela Merkel. Merkel soll von den Gefahren in der Asse seit langem wissen. Denn das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat schon 1996 - damals war Merkel noch Bundesumweltministerin - vor dem Absaufen des alten Salzbergwerkes gewarnt. Die Experten warnten darin, dass “Srahlenexpositionen weit über den Dosisgrenzwerten” in der Asse zu befürchten seien. Anlass für das Schreiben des damaligen BfS-Präsidenten Alexander Kaul an Merkels Haus war der Anstieg der Laugenzuflüsse in das Atommülllager Asse auf etwa 10 Kubikmeter pro Tag. Das Amt fürchtete, dass bei einem Wassereinbruch in die Grube Radioaktivität in den oberflächennahen Wasserkreislauf gelangen könne. Folge: die Dosisbelastung über den 100 fachen Wert der Strahlenschutzverordnung. Schlimm und die Folgen noch nicht absehbar: seit 1998 dringen in das marode und von Einsturzgefahr gefährdete Endlager Asse täglich bis zu 12 Kubikmeter Wasser ein! Woher die Lauge kommt und welchen Weg sie nimmt, ist bislang unbekannt!

Das Versagen der Politiker kennt scheinbar keine Grenzen!

wh

Mit Atomkraft zur Bombe

Die Welt ist wieder ein Stück unsicherer geworden
Von Axel Mayer
Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird. Am 9. Oktober 2006 hatte Nordkorea erstmals einen unterirdischen Atomtest "erfolgreich" durchgeführt und sich so in den "exklusiven Kreis" der Atomwaffenstaaten gebombt. Gleichzeitig entwickelt Nordkorea auch Interkontinentalraketen. Am 25. Mai 2009 wurde jetzt zum zweiten Mal unterirdisch eine Atombombe getestet. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, der Test sei erfolgreich verlaufen. http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=oquhutilpwygxbl

Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb

Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser, ist ein Skandal. Bei Wikipedia heisst der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

Die Krebslüge!

Laut neuester Statistik stieg die Krebsrate um ca. 30 Prozent. Man verwies auf die Alterspyramide. Die Realität indes spricht eine andere Sprache. Die Häufigkeit der Neuerkrankungen betrifft hauptsächlich 30 - 50 Jährige. Auffallend ist das Auftreten des Blasenkrebses. Auch Kinder werden immer häufiger von Krebs befallen. Aber wen wundert es denn wirklich? Die ständige Kontaminierung durch radioaktive Abfälle sowie die Deregulierung des Verbraucherschutzes zeigt seine Wirkung. Das Versagen der Politik macht die Abgeordnete zu Mittätern an der Gesundheit der Bevölkerung. Wann endlich steht wieder der Mensch im Mittelpunkt von Politik?

ATOMMÜLL: und sie wissen was sie tun!

Jeder weis es! Es gibt keine Lösung des Endlagers von Atommüll! Über 100 000 Tonnen wurden deshalb von den Atommüll produzierenden Staaten bisher ins Meer gekippt. Damit wurde das Meer ständig kontaminiert. Erst 1993 wurde diese Vergiftung der Meere durch ein internationales Abkommen verboten. Seither wachsen die hochgiftige Abfallberge und man weis immer noch nicht wo hin mit ihnen! In den USA, Hanford baute die US-Army 1942 auf einem abgelegenen Stück Wüste Anlagen zur Erprobung und Produktion von Atombomben. Die meist flüssigen Abfälle leitete man in den Fluss oder in großen Tanks, die dann im Boden vergraben wurden. Aus den geplatzten Behälter sickerte die Giftbrühe ins Trinkwasser und gelang in die Nahrungskette. Umweltschützer und Journalisten, die das Gelände bis heute nicht betreten dürfen und sich dem Hanford-Komplex nur auf dem Fluss nähern können, messen immer noch stark erhöhte Radioaktivitätswerte. Bei einer Probe im Jahr 2002 waren 13 von 15 im Columbia gefangenen Fische kontaminiert. In Russland, in der Region um die Stadt Tscheljabinsk, explodierte in der geheimen Atomanlage Majak schon 1957 ein Tank mit flüssigem Atommüll - es war der größte Unfall vor Tschernobyl. 200 sofortige Todesopfer sind bestätigt, insgesamt sollen zehntausende an der Strahlung gestorben sein. Etliche umliegende Dörfer wurden evakuiert. Der nahe Karatschai-See diente zur Verklappung des Atommülls aus Majak. Über die Flüsse Tetscha und Ob kann die strahlende Fracht bis ins Eismeer gelangen. Bislang haben die russischen Techniker kein Mittel gefunden, um die Strahlung im und unter dem heute noch 13 Hektar großen See zu binden. Die Luft und das Meer bei der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague sind verstrahlt. Die Fabrik, in der auch deutsche AKW-Betreiber ihre abgebrannten Brennstäbe behandeln ließen, spült durch ein viereinhalb Kilometer langes Rohr jeden Tag 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal. Ganz legal. Denn der Vertrag von 1993 verbietet nur, dass Fässer mit Atommüll im Meer versenkt werden. Die direkte Einleitung von strahlenden Abfällen verbietet er nicht.

Trotz diesem Wissen um der Gefahr des Atommülls sowie dessen ungelöste Problem der Endlagerung setzen sich Politiker und Wirtschaftsverbände immer noch für die Atomenergie ein. Dieses Erbe an die Umwelt und nachkommende Generationen wird auch in Zukunft unlösbar sein. Deshalb ist die Akzeptanz der Befürworter dieser Produktion von Giftmüll nicht nur verantwortungslos sondern es ist auch ein Verbrechen gegenüber der Umwelt und der Menschheit.

wh

Ohne Atom-Ausstieg keine Sicherheit - Erneuerbare Energien statt Atomphantasien!

"Endlich ist Bewegung in die atomare Abrüstung gekommen", kommentiert Jan van Aken die Unterzeichnung des START-Nachfolgeabkommen zur atomaren Abrüstung in Prag. Aber das kann nur ein erster Schritt sein hin zu einer Welt ohne Atomwaffen. Obamas Atom-Gipfel in Washington zur Nichtverbreitung und Sicherung von militärischem und zivilem Nuklearmaterial geht nach Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE am eigentlichen Problem vorbei. Zum einen sind Atomwaffen generell gefährlich, nicht nur, wenn sie in falsche Hände fallen, zum anderen gilt: Je länger AKWs laufen, desto mehr nukleares Material ist vorhanden und umso weniger lässt sich kontrollieren und verhindern, dass das Material in falsche Hände gerät. Deshalb ist ein schneller Atomausstieg unverzichtbarer Teil der Lösung zu einer sichereren Welt. Auch Eva Bulling-Schröter fordert die USA auf, endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen und ernsthaft in den Klimaschutz einzusteigen. Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE bedauert die Sackgasse, in welche die internationale Klimadiplomatie geraten ist. Unter dem Motto "Erneuerbare Energien statt Atomphantasien" machte die LINKE am letzten Wochenende mit bei der Menschenkette zwischen den Konzernzentralen der Energieunternehmen Vattenfall und RWE in Berlin - eine Art Generalprobe zur KettenreAktion am 24. April. Detailierte Informationen dazu hier.

Was wir alle schon wussten aber einige immer noch nicht wahrhaben wollen!

Alarmierende Krebsrate an der Asse! Die Leukämie Erkrankung im Bereich Asse stieg laut des Epidemiologischen Krebsregisters in Niedersachsen um bis zum dreifachen des Bundesweiten Durchschnittes. Die Sozialministerin und der Kreis Wolfenbüttel bestätigten die Angaben und kündigten Aufklärung an. Die Krebserkrankungen im Bereich der Atommeiler steigt kontinuierlich durch die Jahrzehnte lange Kontaminierung der Umwelt. In der Zeit von Tschernobyl bereitete man  die Bevölkerung auf eine 30%ige Steigerung von Krebserkrankungen vor.  Für den Atommüll selbst gibt es keine Lösung! Weder für die Endlagerung noch für die Zwischenlagerung. Die Produktionsverlängerung des Atomgiftes durch die heutige Bundesregierung ist nicht nur verantwortungslos sondern ist auch ein direkter Gesundheitsangriff auf die vom Grundgesetz garantierte “körperliche und geistige” Unversehrtheit der Bevölkerung. Die Terroristengefahr ist längst schon akut - die gefährlichsten Terroristen gegenüber der Bevölkerung ist nämlich die heutige “Schwarz-Gelbe” Regierungskoalition! Und dies nicht nur im sozialen Bereich! Lobbyismus und Korruption kennzeichnet den Weg dieser verantwortungslosen Chaoten Regierung.

Atomenergie und ihre Folgen

es ist schon interessant was alles um die Kernenergie geschrieben wird, was aber fehlt ist: nirgends steht etwas darüber geschrieben, wer die Verantwortung bei solchen Fällen übernimmt. Wir haben Gesetze das z. B. Strafverfolgung wegen fahrlässige Verletzung und Tötung die einem jeden drohen. Das inzwischen der Betrieb von Atomkernkraftwerken mehr als fahrlässig ist, ist doch wohl jedem bekannt, doch eine Strafverfolgung gibt es hier nicht. Ein Zeichen das hier die Großkonzerne das Sagen haben und nicht die Regierung. Diese Aussage wird auch damit bekräftigt, da diese hier auch noch Schadensersatzforderungen haben und Erhöhungen für ihr Produkt androhen, welch ein Hohn. Die Erpressungen dieser Konzerne mit den sicheren Arbeitsplatzverlust, der zur Zeit in Deutschland sowieso Mode ist und von dem sich auch unsere Gewerkschaften beeindrucken lassen, ganz zu Schweigen. Realistisch gesehen gibt es keinen sicheren Arbeitsplatz, wenn eine Firma Pleite ist, ist sie Pleite, da gibt es Arbeitslose, dafür kommen neue Firmen mit neuen Arbeitsplätzen. Da es bei diesen Konzernen weder Ethik noch Moral gibt, hilft hier nur eine Enteignung dieser Konzerne. Da diese eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen und diese Gefahr ist nach unserer Gesetzgebung strafbar. Fehlt nur noch die Strafverfolgung, wer veranlasst diese?

Zurzeit niemand.

Und so könnte man weiter machen. Die Börse: zugelassener Handel mit Grundbedarf des Menschen wie Wasser, Nahrungsmittel und Energie, dadurch fahrlässige Verletzung (durch Hunger) und Tötung in der ganzen Welt. Alle Regierungen sind hier nicht in der Lage vernünftige Politik zu machen und darauf Einfluß zu nehmen, obwohl es Ihre Aufgaben wären. Haben wir die falschen Vertreter gewählt?

 A. Hötzl

Steigende Krebserkrankungsrate durch Erhöhung der Grenzwerte oder Wie diese Bundesregierung das Grundgesetz mißachtet!

Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan erhöht ==================================================

Bundesregierung informiert Öffentlichkeit nicht!

Die Verbraucherorganisation foodwatch und das Umweltinstitut München e.V. haben die Informationspolitik der Bundesregierung über die Lebensmittelsicherheit nach der Reaktorkatastrophe in Japan kritisiert. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verweist seit Tagen auf "verstärkte Kontrollmaßnahmen" und "spezielle Schutzstandards" - sie informiert die Öffentlichkeit jedoch nicht darüber, dass die EU-weit geltenden Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus den betroffenen Regionen Japans am vergangenen Wochenende deutlich erhöht wurden. War bisher eine kumulierte Radioaktivität von Cäsium-134 und Cäsium-137 von maximal 600 Becquerel/Kilogramm zulässig, traten am vergangenen Wochenende bis zu 20-fach höhere Obergrenzen von bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm für bestimmte Produkte aus Japan in Kraft.

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=eqtkbnulllxxhuq

Das ungelöste Problem der Endlagerung

Von Netzwerk Regenbogen
Bereits im Jahr 2004 wurde das US-amerikanische Projekt eines atomaren Endlagers vorläufig gestoppt: Ein US-amerikanisches Gericht bemängelte in seinem Urteil über die Pläne, hochradioaktiven Müll im Yucca Mountain in Nevada einzulagern, die von der US-Regierung abgegebene Sicherheitsgarantie für 10.000 Jahren. Diese sei unzureichend.

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=gldldfgamkppxue

Atomunfall Tricastin: Bevölkerung zu spät informiert

Anlage01

Der Unfall in der Atomanlage Tricastin/Südfrankreich hat sich bereits am Montagabend ereignet. Doch erst am Dienstagmittag erging eine Warnung an die Bevölkerung.Nach Greenpeace-Recherchen stellte das Atomunternehmen Socatri am 7. Juli um 23 Uhr fest, dass radioaktive Uranlösung aus einem Leck austrat. Am nächsten Morgen um 9:30 Uhr informierte die Gesellschaft zum ersten Mal die Behörden. Weitere Stunden später erkannte sie die Tragweite des Vorfalls und rief die Atomaufsicht. Diese begann mit Messungen vor Ort. Die radioaktive Uranlösung war zu dieser Zeit bereits in die beiden Flüsschen Gaffière und Auzon gelangt. Die Behörden warnten die Einwohner der drei betroffenen Gemeinden Bollène, Lapalud und Lamotte-du-Rhône. Sie dürfen bis auf Weiteres kein Wasser aus den beiden Flüssen entnehmen. Auch das Fischen ist untersagt. Im See Trop-Long sind Baden und Wassersport untersagt. Die Atomaufsicht ASN stuft die Gefahr für die Bevölkerung dennoch als gering ein. Damit folgt sie der Einschätzung von Socatri. Das Unternehmen stuft das Ereignis auf der INES-Messskala für atomare Vorfälle mit 1 ein. Die Skala reicht von 0 bis sieben. Greenpeace hält mindestens die Stufe drei für gerechtfertigt. Ersten Angaben zufolge sollten 30.000 Liter Flüssigkeit mit einem Urangehalt von zwölf Gramm pro Liter ausgetreten sein. Das entspräche 360 Kilogramm Uran. Inzwischen hat Socatri diese Angabe nach unten korrigiert, weil nicht die gesamte Menge in die Umwelt gelangt ist. Der Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital warnt die französische Atombehörde davor, den Fall herunterzuspielen: Auch wenn weniger als 360 Kilogramm Uran in die Umwelt gelangt ist, stellt dies eine Gefahr für die Gesundheit der Anwohner dar. Für Smital zeigt der Fall Tricastin wieder einmal, wie unsicher die gesamte Atomtechnologie ist. Atomkraft wird niemals eine sichere und saubere Energie sein. Die Gefahren gehen nicht nur von den AKW aus. Auch beim Abbau und der Verarbeitung, bei Transport und Lagerung kann es zu Unfällen kommen. Die Atomkraft ist ein unkalkulierbares Risiko für uns und die kommenden Generationen.

pk

Was geschah in Asse II?

Asse2

 Die Vorfälle im Atommüll-Lager Asse II sind Thema eines Spitzengespräches zwischen dem Bund und Niedersachsen. Das Land Niedersachsen informiert heute bei einem Spitzentreffen den Bund über die Vorfälle im Atommüll-Versuchsendlager Asse II bei Wolfenbüttel. Kürzlich war bekannt geworden, dass seit Jahren radioaktive Lauge in das Lager fließt und von den Betreibern in tiefere Teile des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt wurde. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander soll bei dem Gespräch die Fragen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und von Bundesforschungsministerin Annette Schavan beantworten. Schavan, die das Treffen angeregt habe, lege Wert auf größtmögliche Transparenz und habe stets betont, dass die Sicherheit oberste Priorität haben müsse, sagte ein Sprecher Schavans der "Braunschweiger Zeitung". Parallel hatte auch Sander auf ein Spitzentreffen gedrängt. Gabriel hatte von Niedersachsen am Wochenende Auskunft über die Vorfälle in Asse II verlangt. Laut Bundesumweltministerium hat das zuständige Landesbergamt gegen geltendes Strahlenschutzrecht verstoßen.

 [ Von 1967 bis 1978 wurde Atommüll in Asse II eingelagert. ]
In den Stollen von Asse II lagern rund 89.000 Tonnen Atommüll. Anfang Juni gab der Betreiber, das Helmholtz-Zentrum, auf Anfrage des Landkreises Wolfenbüttel zu, dass in 750 Metern Tiefe eine mit Cäsium-137 radioaktiv belastete Flüssigkeit nachgewiesen worden sei. Dort liegt ein Großteil der insgesamt mehr als 125.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Zunächst hieß es, es handele sich nur um eine geringfügige Belastung mit Cäsium-137, die Ursache sei unklar.

Tage später musste die Betreibergesellschaft aber nicht nur einräumen, dass die Cäsium-Konzentration in der Salzlauge die Grenzwerte zum Teil um das Achtfache überschreitet, sondern auch, dass die Lauge neben Cäsium weitere radioaktive Stoffe enthält. So sei auch Strontium, Radium und Plutonium gemessen worden. Für Mensch und Umwelt habe aber keine Gefahr bestanden, sagte Heinz-Jörg Haury, Sprecher des Helmholtz-Zentrum. Unklar ist, woher die radioaktiven Stoffe in der Lauge kommen. Ursache könnte laut Betreiber ein Unfall im Jahr 1973 während der Einlagerung der Fässer gewesen sein. Möglicherweise wurde ein Fass mit flüssigem Atommüll beim Verladen von einem Gabelstapler beschädigt. Kommentar:

Sobald diese verseuchte Brühe ins Grundwasser gelangt, ist auf ewige Zeiten eine Entnahme als Trinkwasser lebensgefährlich und führt zum Tod. Wir hinterlassen unseren Kindern, und nachfolgenden Generationen einen immer größeren Dreck und Atommüll- Haufen. Anscheinend sind aber Mitglieder der CDU/ CSU und deren nachfolgende Generationen durch ihre Befürwortung für Atomausbau dagegen immun.

Anmerkung: Plutonium ist in geringster Konzentration absolut Tödlich.

PK

Die endlosen Folgen von Tschernobyl oder “Die verschwiegene Wahrheit!”

Dr. med. Dörte Siedentopf, geboren 1942 in Oldenburg, daselbst Schulbesuch und Abitur, ab 1961 Studium der Humanmedizin in Würzburg, Berlin, Göttingen.

1966  Examen, Promotion 1968.

1967 Heirat, zwei Kinder, ab 1970 dann im hessischen Dietzenbach tätig als niedergelassene Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie in Gemeinschaftspraxis. Seit 2003 im Ruhestand. Sie ist (seit der Gründung 1981) Mitglied im IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung). Sie initiierte die Verlegung von „Stolpersteinen" in Dietzenbach und gründete Anfang der goer Jahre den „Freundeskreis    Kostjukovitschi    e. V. Dietzenbach, der u. a. zweimal jährlich   Hilfstransporte   nach Weißrussland schickt, mit medizinischem Gerät, Kleidung, Fahrrädern, Nähmaschinen, Computern usw. Seit 20 Jahren werden für Tschernobyl- Kinder Erholungsaufenthalte in Deutschland organisiert.       Gastfreundliche Dietzenbacher Familien nehmen jeden   Sommer   weißrussische Kinder auf. Der Freundeskreis hat inzwischen zahlreiche Mitglieder und viele Freundschaften in Kostjukovitschi geschlossen. Eine Reihe von tatkräftigen Helferinnen und Helfern des Freundeskreises kümmert sich um alles, auch um das Einsammeln von Geld- und Sachspenden. Seit 2009, zum 23. Jahrestag von Tschernobyl, besteht eine Städtepartnerschaft. Frau Dr. Siedentopf ist verheiratet mit einem Mediziner, auch beide Kinder haben Medizin studiert. Ihr Vater war Landarzt, ihre Mutter Hausfrau und Lehrerin.

Frau Dr. Siedentopf empfängt uns in ihrer kleinen Berliner Dachwohnung Artfang Dezember in Pankow am Bürgerpark. Bei Tee und Keksen erzählt sie uns von ihren Hilfsaktivitäten und Erfahrungen. „Das Schlimmste ist, dass die Verantwortlichen nichts gelernt haben aus Tschernobyl. Ich bin fassungslos über den Umgang mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima, die ja noch umfangreicher ist als die von Tschernobyl. Darüber, dass die Regierung die Evakuierungszone nicht entsprechend ausgeweitet und Frauen und Kinder nicht sofort in den Süden des Landes in Sicherheit gebracht hat, kann man nur hilflose Wut empfinden. Stattdessen wird die Bevölkerung systematisch belogen, sie wird gar nicht oder falsch informiert über die wirklichen Gefahren. Das ist vollkommen unverantwortlich. Was da jetzt auf die Japaner zukommt, an Erkrankungen und Problemen, das ist unvorstellbar. Und das nehmen Politik und Atomwirtschaft wirklich alles in Kauf! Weltweit! Am Beispiel von Tschernobyl kann man sich das Ausmaß in etwa vor Augen führen. Viele Leute denken, das ist lange her, Tschernobyl ist eine vergangene Katastrophe, über die man auf Wikipedia nachlesen kann. Aber die Menschen in den radioaktiv verseuchten Gebieten leben von 1986 bis heute mit Tschernobyl. Die Folgen lassen nicht nach. Anders als bei Naturkatastrophen, nehmen sie mit der Zeit zu statt ab - und das für die nächsten 300 Jahre, mindestens. Ich gehe nachher noch genauer darauf ein." (Siehe dazu auch den Bericht der „Gesellschaft für Strahlenschutz „ u. IPPNW: „Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl, 20 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe", Anm. G.G.). .Vorher will ich noch kurz etwas zu den Ursachen sagen und weshalb wir uns zu einer Hilfsaktion in Weißrussland entschieden haben. Es ist so, dass der größte Teil des verstrahlten Gebietes in Weißrussland liegt. 70 Prozent der Radioaktivität ging nieder auf die damalige Sowjetrepublik Weißrussland. Ein Viertel der Landesfläche wurde verstrahlt. Etwa 15 Kilometer vom Reaktor entfernt ist die weißrussische Grenze. Und als der Wind die Wolke dann Richtung Moskau bewegte, da hat man zusätzlich noch schnell künstlich abregnen lassen, mit Silberjodit. Natürlich ohne die Bevölkerung zu informieren. Anfang Mai, bei wunderschönem Wetter, kam plötzlich ein klebriger, gelber Regen runter, erzählen die Leute. Man hat die Bevölkerung jahrelang im Unklaren gelassen, es gab nur Umsiedelungen, Anordnungen, Beschwichtigungen. Dosimeter waren strengstens verboten. Besonders betroffen waren die Gebiete Gomel und Mogiljow. Im Mogiljower Gebiet liegt auch das Städtchen Kostjukovitschi, in das ich seit 20 Jahren fahre. Diese beiden Gebiete wurden großflächig verstrahlt und etwa eine Million Menschen mussten umgesiedelt werden, dazu musste man erst mal in den Großstädten und Bezirken Häuser bauen. Um Minsk herum ist eine riesige Stadt gebaut worden. Viele Leute lebten zehn Jahre auf den verstrahlten Gebieten, bis sie neue Wohnungen beziehen konnten, und viele leben immer noch auf kontaminiertem Boden und treiben Landwirtschaft. Für alles muss ja, seit dem Untergang der Sowjetunion, der weißrussische Staat aufkommen. Allein in ,unserem' Kreis sind 8.000 Menschen umgesiedelt worden. 26 Dörfer, wurden abgetragen und eingegraben. Viele Dörfer in den verstrahlten Gebieten stehen leer, in einige sind alte Leute zurückgekehrt oder auch Kriegsveteranen aus Tschetschenien oder Afghanistan, die nicht in der Stadt leben können. Vergleichbares gibt es in der Sperrzone um Tschernobyl herum. Menschen leben in den alten Dörfern, ohne Strom, ohne Leitungswasser und versorgen sich selbst, so .gut sie können. Dort ist überall sandiger Boden, wie in Berlin - die Birken gehen von hier bis nach Moskau. Das Grundwasser ist sehr niedrig, d.h., wenn die Radioaktivität 2 Zentimeter pro Jahr in den sandigen Boden sinkt, dann ist die also jetzt bei 50 Zentimeter angekommen und nicht mehr weit entfernt vom Grundwasser. Es hat also gewaltige Umwälzungen gegeben dort. Die Kosten für Weißrussland, auch die gesundheitlichen, waren immens. Die ganzen Erdarbeiten, die in den zehn, fünfzehn Jahren nach Tschernobyl gemacht worden sind, die Dekontaminierung der Schulhöfe, die ganzen Abtragungen - was weiß ich, wohin sie das gebracht haben. Also das alles hat der Staat Belarus bezahlt. Ich glaube, die Hälfte seines Haushalts ist in die Beseitigung von Tschernobyl-Folgen geflossen. Und eines Tages konnte und wollte man die vergleichsweise großzügigen Regelungen aus sowjetischen Zeiten nicht weiterhin erfüllen. Deshalb hat Präsident Lukaschenko Tschernobyl quasi als überwunden erklärt, als museales Ereignis. Es gehen von den ehemals verstrahlten weißrussischen Gebieten keine Gefahren mehr aus, wurde offiziell erklärt. Bis 20 Jahre nach der Katastrophe hatte es immer noch Vergünstigungen gegeben, es wurde ein sogenanntes Sarggeld bezahlt, an Leute, die als Liquidatoren ihren Ausweis hatten. Aber auch Leute, die umgesiedelt wurden, hatten einen Anspruch. Diese Zahlungen wurden weitgehend eingestellt. Es war nicht viel Geld, aber dazu kam noch kostenfreie medizinische Versorgung, die jetzt auch abgeschafft wurde. Und die Anerkennung bestimmter Krankheiten, als Folge von Tschernobylrist auch nicht mehr selbstverständlich. Fast eine Million .Aufräumarbeiter' - meist junge Männer -wurden in Tschernobyl und Umgebung eingesetzt. Ein großer Teil von ihnen kam aus Weißrussland. Heute sind die meisten Liquidatoren invalide, haben Lungen- und Schilddrüsenkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Erkrankungen der Nieren, des Magen-Darm-Bereichs, Leukämie und auch psychische Erkrankungen. Etwa 100.000 sind bislang gestorben, im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Viele begingen Selbstmord. Und da wurde einfach gesagt, Tschernobyl ist vorbei. Es hat Proteste gegeben in Minsk. Und gerade jetzt ist in Kiew wieder protestiert worden, mit einem Hungerstreik der Liquidatoren, gegen die krassen Einschnitte, die auch die Ukraine an Renten und Vergünstigungen vorgenommen hat. In Weißrussland war zum Beispiel für Betroffene der Kindergarten kostenlos, das Schulessen war kostenlos, die Kinder bekamen auch besondere Vitamine, und Kuren - die bekommen sie zwar jetzt auch noch, einmal pro Jahr, aber ansonsten wurde alles zurückgefahren. Auch das vitaminreiche Essen für die Schulen und Kindergärten. Also der Ausweis, den sie alle haben, den haben sie uns gezeigt, aber der gilt eigentlich nicht mehr. Alle ehemaligen Ansprüche sind gestrichen. Wenn man ohnehin nur wenig hat und auch noch krank ist, dann wirken sich die Streichungen und Kürzungen sehr nach Glasnost und Perestroika -an einer Gruppenreise nach Minsk für Versöhnung und Völkerverständigung teilgenommen. Veranstalter war ein kirchlicher .Arbeitskreis Frieden' in Bonn/Bad Godesberg." (Die Republik Weißrussland hatte am meisten unter dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion zu leiden, unter den Gräueltaten von Militär und Sondereinsatzgruppen. Nach drei Jahren Besetzung war das Land verwüstet, und ausgeraubt, es verlor viele Einwohner, und fast die gesamte jüdische Bevölkerung war ermordet. In der Nähe von Minsk errichteten die Deutschen das größte Vernichtungslager auf sowjetischem Boden. Anm. G.G.)

weiter unter “ Atomenergie”

Fukushima strahlt weiter, Betreiber ignorierte Gefahren

atomruine Japanische Behörden geben Austritt von Strahlung bekannt, Reaktoren werden verpackt

BERLIN taz \ Die Situation an der Atomruine von Fukushima ist auch fast ein halbes Jahr nach dem Unfall nicht unter Kontrolle. Zudem kommen Details ans Licht, wie leichtsinnig die Betreiber mit dem havarierten Reaktor umgegangen sind. So stellte eine Regierungskommission nach einem Bericht des japanischen TV-Senders NHK fest, die Betreiberfirma Tepco habe sich nicht vorstellen können, dass es zu einer Wasserstoffexplosion kommen könnte - bis Tepco am 12. März die Reaktoren um die Ohren flogen. Nach den Messungen von tödlichen Strahlendosen auf dem Gelände im Juli veröffentlichte die Nuklearsicherheitsbehörde Nisa nun weitere Strahlenergebnisse. Demnach treten aus den zerstörten Reaktoren pro Stunde etwa i Milliarde Becquerel aus. Doch mit diesen rohen Daten können Experten nicht viel anfangen: Becquerel sind eine Maßeinheit dafür, wie viele radioaktive Zerfallsprozesse in einer Sekunde stattfinden. Die Belastung der Umwelt durch die Strahlung ist rein durch Becquerel kaum anzugeben, denn sie ist abhängig davon, welche Stoffe zerfallen, wie groß die Strahlenquelle ist und wie nah sich etwa ein Mensch befindet. Unklar ist auch, wie viel Strahlung an^die Luft abgegeben wird und wie viel über das Kühlwasser nach außen gelangt. Zum Vergleich lässt sich ein Wert aus dem Frühjahr heranziehen: Als hochradioaktive Wasser aus den Gebäuden ins Meer lief, wurden bis zu 300.000 Becquerel pro Kubikmeter in der Stunde gemessen. Mit den Sicherungsmaßnahmen geht es offenbar langsam voran. Tepco hat nach eigenen Angaben damit begonnen, den zerstörten Reaktor i mit einem Zelt einzurüsten: Die Stahlkonstruktion wird über dem Gebäude errichtet und soll mit einer Kunststoffplane überzogen werden, um die strahlenden Partikel zurückzuhalten. Die Luft aus diesen Gebäuden will Tepco filtern und so die Belastung senken. Ehe die Anlagen stehen und funktionieren, werde es bis zum Jahresende dauern - wenn der Zeltplan eingehalten wird. In ganz Japan wiederum häuft sich der radioaktive Abfall aus Fukushima, berichtet NHK. Über 27.000 Tonnen von verstrahltem Schlamm sind demnach aus Kläranlagen gefiltert worden und werden jetzt gelagert, weil sie zu verstrahlt sind, um sie einfach zu vergraben, und weil niemand weiß, was damit zu tun ist. Business äs usual herrscht höchstens auf der Insel Hbkkai-do im Norden des Landes: Dort wurde gestern das erste AKW, To-mari, wieder ans Netz genommen, das nach dem Unfall von Fukushima abgestellt worden war. Nach monatelangen Überprüfungen und Probeläufen genehmigten die Behörden den Neustart.            bernhard pötter / taz vom 18.08.2011

Alles auf Anfang – ohne Gorleben!

"Gorleben und Schacht Konrad müssen sofort als Atommülllager aufgegeben werden", fordert Gregor Gysi anlässlich des Treffens von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit Vertretern der Länder zum Wie und Wo eines Endlagers. Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE wiederholt die linke Forderung nach dem schnellstmöglichen Atomausstieg, "um die strahlenden Folgen des atomaren Irrwegs zu begrenzen" und sieht die Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit als einzigen Weg für ein demokratisches Genehmigungsverfahren. Hintergrundinformation aus dem Untersuchungsausschuss, warum Gorleben als Endlager ungeeignet ist, finden sich hier. Die LINKE ruft zur Teilnahme an den Castorprotesten im Wendland und an der Südblockade auf.

Atomtod aus Bayern

Aus der Kurzstudie zu Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg - Verfasser: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kromp u.a. Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften kommen die Autoren der Analyse(Auszug) zu folgendem Schluss: „Eine Untersuchung der Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg ergab folgende grundlegende Probleme: http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=lvyclvxrvkmfpbv

Cäsium-137 strahlt im Endlager Asse!

In der niedersächsischen Atommüll- Grube wird hochradioaktives Cäsium-137 Nachgewiesen. Die Quelle ist unklar!

HIER ZUM ARTIKEL!

KREBS UND AKW

Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im Dezember 2007 veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten. Die Studie zeigt aber, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete im Dezember 2007, dass die Forscher der Universität Mainz einen klaren Zusammenhang zwischen Nähe des Wohnorts zu Atomkraftwerken und der Häufigkeit von Krebserkrankungen herstellen.

Alarmierende Studie lässt Politiker kalt

Eine Studie beweist einen Zusammenhang zwischen den häufigen Leukämie-Erkrankungen von Kindern und den Kernkraftwerken, in deren Umgebung sie wohnen. Trotz dieser alarmierenden Erkenntnis sehen die Politiker keinen akuten Handlungsbedarf. die Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters hat eindeutig festgestellt, dass die Anzahl der Erkrankungen mit zunehmender Nähe zu den Atomkraftwerken steigt. Ursache können nur die Emissionen der Reaktoren sein. Doch die Politik reagiert nicht. An mehreren deutschen Atomkraftwerksstandorten sind deshalb am letzten Sonntag Menschen auf die Straße gegangen und haben Mahnwachen abgehalten. Die Forderung hierbei war klar: Es müssen umgehend Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie gezogen werden. Die Aufsichtsbehörden müssen handeln. Auch wir als Neckarwestheimer Standortinitiative haben uns an den Aktionen beteiligt und protestierten mit einer Mahnwache auf dem Kronenplatz im 10 km entfernten Bietigheim. Neben Infotischen und Transparenten verteilten wir "essbare" Schokokuss-Atomkraftwerke, die gerne von den Passanten "vernichtet" wurden. Ein Foto von der Aktion befindet sich im Anhang dieser Mail. Zur Kinderkrebsstudie lief am 6. April ein sehr guter und engagierter Fernsehbeitrag im ZDF. Er kann nochmals angeschaut werden. Einfach den Link  www.monalisa.zdf.de  anklicken. dann findet sich die Sendung schon auf der Startseite.

Reisernte in Fukushima verseucht

TOKIO | Erstmals seit dem Atomunfall in Japan sind in Fukushima überhöhte Werte an radioaktivem Cäsium in Reis gemessen wordea Die Regierung kündigte an, ein Lieferverbot für Reis aus Onami, einem Stadtteil Fukushimas, zu prüfen. Der betroffene Reis soll nicht auf den Markt gelangt sein, da die Tests vor einer Auslieferung erfolgt seien. Dabei waren 630 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden. Der vom Staat festgesetzte Grenzwerte beträgt 500 Becquerel. Reis ist ein Grundnahrungsmittel der Japaner, (dpa)

Deutscher Atommüll in Russland

Deutsch-russische Öko-Delegation meets Urenco Eine gemeinsame Delegation von deutschen und russischen Umweltschützern sprach am vergangenen Samstag im nordrhein-westfälischen Gronau zwei Stunden mit dem Chef von Urenco Deutschland, Joachim Ohnemus. Die Urenco ist die einzige Firma in Deutschland, die Uran anreichert. TeilnehmerInnen der Umweltdelegation waren Natalja Mironowa (Tscheljabinsk), Andrej Talavlin (Tscheljabinsk), Raschid Alimow (St. Petersburg), Marita Wagner (Gronau), Udo Buchholz (Gronau) und Bernhard Clasen (Mönchengladbach).

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=sezncsefjegdwyv

Atomarer Störfall in Belgien gravierender als zugegeben?!

Zwei aktuelle Zwischenfälle in den belgischen Nuklearanlagen scheinen weitreichender Auswirkungen gehabt zu haben als bislang einräumt. Schon das von den Behörden beschriebene Ereignis legt nahe, dass es auf der Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) hätte höher eingestuft werden müssen. Am Montag (12.12.2011) gegen 14 Uhr lief die Meldung „zwei leichte nukleare Störfälle in den Atomkraftwerken Tihange und Dessel“ über die belgischen News-Ticker. Der BRF stellte das um 16 Uhr als Meldung ins Netz (http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=nnvzixarswupsoj … In den atomaren Anlagen von Dessel und den AKWs in Tihange sei es zu Störfällen der Kategorie I der „Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse“ (INES) gekommen. In Dessel seien zwei Arbeiter Radioaktiv verstrahlt worden. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt wurde kategorisch ausgeschlossen .... http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=doubgorehmakuvo

Atomausstiegsgesetz ist Murx, unsozial und unökologisch

"Die Ernsthaftigkeit der Energiewende der schwarz-gelben Koalition ist äußerst zweifelhaft", kommentiert Doroth←e Menzner den Beschluss des Bundestages zum Atomausstieg bis 2022 und verweist dabei auf die Weigerung, ein Verbot der Nutzung von Atomenergie ins Grundgesetz zu schreiben. Die energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE wirft der Bundesregierung vor, sich beim Atomausstieg einzig an den Profitinteressen der Atomkonzerne zu orientieren, statt sich auf die sichere Lagerung des Atommülls zu konzentrieren. Für Menzner ist das Energiepaket unsozial und unökologisch. Eva Bulling-Schröter fordert jetzt von der so genannten Klimakanzlerin eine Vorbildwirkung beim Petersberger Klimadialog II, weil die Zeit davonrennt. Für die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE gehört dazu, dass Deutschland sofort aufhört, "bei der EU um Subventionen für neue Kohlekraftwerke und seine energieintensive Industrie zu betteln."

Verfälschte Strahlungswerte bei französischen AKWs

EDF nennt sich ein französischer Energiekonzern, der im Verdacht steht Messungen der Radioaktivität im Umkreis seiner AKWs zu verfälschen. Nicht nur, dass das Jahr 2008 für die französische Atomindustrie ein Jahr voller Pannen und Skandale war – es gab noch eine Steigerung. Mit einem Paukenschlag ging für diesen Energiekonzern das Jahr zu Ende. Dem Konzern wurde im Dezember das Recht die Strahlenmessung in eigener Regie auszuführen, durch die Atomaufsichtsbehörde (ASN) entzogen. Begründung: Die Messungen der EDF wären ungenau. Es wurden Abweichungen bis zu 15% festgestellt. Die Skandale um die 58 französischen Atomreaktoren kamen nur deshalb an die Öffentlichkeit, weil die Atomaufsicht ASN seit 2006 in eine unabhängige Verwaltungsstelle umgewandelt wurde. So konnte auch nicht länger verheimlicht werden, dass wiederholt strahlende Substanzen illegal und damit kriminell aus der südfranzösischen Atomanlage Drome in die Umwelt entlassen wurde und somit zur Umweltverseuchung beitrug.  Atomreaktoren in privaten Händen? Eine absolut tödliche Bedrohung für die gesamte Menschheit!

wh

Schwerer Störfall in einem  Atomkraftwerk in Slowenien!

Slowenien

Rückwärtsgewandte Technologie

Die leckenden Atommüllfässer im Versuchsschacht Asse belegen einmal mehr, dass die Entsorgung des strahlenden Atommülls unsicher ist. Während Energiekonzerne und Union den Atomausstieg unterlaufen wollen, machen Atomkraftgegner und Atomkraftgegnerinnen mobil. Die IG Metall kämpft mit gegen die Atomlobby.

Über 16000 Menschen haben Anfang November in Gorleben dafür demonstriert, alle Atomanlagen stillzulegen. Anlass war die Anlieferung von Atommüll aus der Aufbereitungsanlage in La Hague, Frankreich. Er stammt aus deutschen Atomkraftwerken, die ihre abgebrannten Brennelemente bis 2005 nach La Hague und Sellafield schafften.Obwohl fast 20000 Polizisten die Transporte aus Frankreich sicherten, verzögerte sich die Ankunft in Gorleben erheblich. Tausende Menschen blockierten Schienen und Straßen, Bauern fuhren mit 400 Traktoren vor. »Atomwirtschaft und CDU/CSU wollen Gorleben fertig machen«, meldete die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, »doch wir sind zurück, wir fordern den Atomausstieg.« Neben Bürgerinitiativen und Umweltverbänden hat auch die IG Metall den Protest unterstützt. »Die Atomkraft ist eine veraltete und rückwärtsgewandte Technologie«, wies Hannovers Bezirksleiter Hartmut Meine in seiner Rede alle Versuche zurück, den von Rot-Grün beschlossenen Aus-stiegsbeschluss zu unterlaufen. Und die Atomlobbyisten warnte er: »Wenn Anti-Atomkraftbewegung und die Gewerkschaften gemeinsam handeln, wird es verdammt ungemütlich für Euch werden. Der Ausbau des 14 Kilometer langen und bis zu vier Kilometer breiten Salzstocks bei Gorleben ist zwar bis 2010 gestoppt. Aber die Bundesregierung hält weiterhin an der umstrittenen Atommüllkippe fest - weil schon 1,4 Milliarden Euro ausgegeben sind. Dabei ist zweifelsfrei belegt, dass das Endlager schon wegen eines fehlenden »Deckgebirges« den Anforderungen nicht genügt und folglich »aufzugeben« ist, wie die Geologen Detlef Appel und Jürgen Kreusch fordern. Sie haben die Formationen des Gorlebener Standortes im Auftrag von Greenpeace untersucht. Erst vor wenigen Wochen war aufgeflogen, dass im benachbarten Versuchsschacht Asse eingelagerte Fässer mit Atommüll lecken - nach gerade mal 20 Jahren. Sie sollten eigentlich eine Million Jahre halten. Kein Wunder, dass viele auf die Straße gehen. Vor allem im Wahljahr sind weitere Proteste geplant. »Wir geben der Politik eine Chance, sich zu bewegen«, hat die Lüchow-Dannenberger Initiative angekündigt, »jede Generation hat das Recht einen Platz zu besetzen. Nach Angaben der OECD sind die Uranvorräte ohnehin in 65 Jahren aufgebraucht - daran ändern auch längere Laufzeiten nichts, wie sie Energiekonzerne und Union fordern. Sie würden lediglich bewirken, dass der Ausbau alternativer Energiepotenziale gedrosselt wird und damit den Klimawandel verschärfen. »Mehr Effizienz und mehr regenerative Energien«, fordert Wolfgang Rhode, beim IG Metall-Vorstand für Energiepolitik zuständig, daher, »das wäre auch eine Chance für neue Arbeitsplätze.« •,,,,,,,

Die Situation der Beschäftigten in französischen Atomkraftwerken

Betroffene berichten vor der Kamera von unmenschlichen Arbeitsbedingungen, wie Kollegen verstrahlt werden, von Warnungen, die in den Wind geschlagen werden. Man kann den Film ("Alles im Griff?")noch einige Tage im Internet unter diesem Link anschauen: http://plus7.arte.tv/de/detailPage/1697660,CmC=2618812.html

Uranmunition ist wie die Atombombe eine Schattenseite der Atomkraft

Abgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Auf über eine Million Tonnen werden die Bestände an abgereichertem Uran mittlerweile geschätzt. Die herkömmliche Entsorgung ist äußerst kostspielig. So wurde nach Möglichkeiten gesucht, sich dieses Materials zu entledigen. In Form der Uranmunition wurde offenbar ein solcher Weg gefunden. Uran hat eine extrem hohe Dichte, es ist fast doppelt so schwer wie Blei. Wenn ein Urangeschoß mit höchster Wucht auf eine Panzerung trifft, dringt es durch diese hindurch wie ein Messer durch Butter. Dabei werden allerdings winzige Uranoxid-Partikel frei und verseuchen Boden und Luft. Die Vaihinger Friedensinitiative, die Friedensgruppe Kleinglattbach und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen (DFG-VK) Gruppe Ludwigsburg laden zu diesem Thema den deutsche Regisseur und Grimme-Preisträger Frieder Wagner am Mittwoch, den 4. März 2009 um 19:30 Uhr in die Familienbildung nach Vaihingen/Enz (Grabenstr. 18) ein. Er hat den Kosovo und den Irak bereist. In seinem Dokumentarfilm „Todesstaub“ hat er die tödlichen Folgen der Uranmunition für Umwelt und Bevölkerung festgehalten. Nach der Vorführung des Filmes Deadly Dust, besteht die Möglichkeit mit Herrn Frieder Wagner zu diskutieren.

Kinderkrebsrisiko in der Nähe vom Atomkraftwerk Neckarwestheim und weiteren 15 Deutschen Atomkraftwerken stark erhöht!

Zwischen 1980 und 2003 erkrankten jedes Jahr 5 bis 12 Kleinkinder an Krebs oder Leukämie durch den Betrieb der westdeutschen Atomkraftwerke. Das ist das Ergebnis einer Studie die im Dezember 2007 vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht wurde. Außer eine  weitere  mehrmonatige Überprüfung der Ergebnisse zu beantragen, bleibt das Umweltministerium bisher untätig.

Anlässlich des Weltkrebstages fordert die Ärzteorganisation IPPNW - (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)stärkere nationale und internationale Bemühungen um die eindeutig bestehenden Zusammenhänge zwischen den Krebserkrankungen von Kleinkindern und dem Normalbetrieb von Atomkraftwerken aufzuklären.

Die Fall-Kontroll-Studie beweist eindeutig eine um 60% erhöhte Krebsrate und ein 120% erhöhtes Leukämie-Risiko für Kinder unter 5 Jahren, die im 5 Km Umkreis von Atomkraftwerken wohnen.

Die Untersuchung und Studie kam auch nur zustande, weil sich erst nach öffentlichem massivem Druck und über Zehntausend Protestbriefen an Behörden und Ministerien das Bundesamt für Strahlenschutz zu einer Studie veranlasst sah.

Nachdem nun der Zusammenhang zwischen erhöhten Krebs- und – Leukämieraten und der Wohnortnähe zum Atomkraftwerk nachgewiesen wurde, müssen die Ursachen dafür umgehend weiter aufgeklärt werden. Die betroffene Bevölkerung an AKW Standorten sollte schnell und Umfassend mit geeigneten Methoden untersucht werden.

Bei diesen massiven Befunden an jedem deutschen Atomkraftwerks-Standort ist eine strahlenbedingte Ursache auf jeden Fall hoch wahrscheinlich. Wer jetzt noch über Zufall spricht, macht sich lächerlich, so Dr. med. Angelika Claußen, Vorsitzende der IPPNW.

Das im europäischen Umweltrecht verankerte Vorsorgeprinzip gebietet es nun, die deutschen Atomkraftwerke umgehend stillzulegen.

IPPNW fordert das Bundesumweltministerium auf, umgehend die offensichtlich laschen Grenzwerte für radioaktive Emissionen aus den Atomkraftwerken zu überprüfen .Dabei sind die Grenzwerte zu senken nicht das Richtige Mittel, sondern offensichtlich wird die Gefahr durch den Körper aufgenommene strahlende Teilchen von der Strahlenschutzverordnung nicht erfasst. Gemessen wird nur Gammastrahlung und die Gefahr der Inkorporation von Alpha- und Beta-Strahlung wird nur berechnet- nach einem sehr fragwürdigen Verfahren. Die veröffentlichten Werte in Sievert und Millisievert sind nie gemessen worden, sondern errechnet worden. Das gesamte strahlentechnische Regelwerk gehört hinterfragt. Ab sofort sollten nicht mehr die betroffenen Kinder und die Eltern die Beweislast für die Ursache der Erkrankung an Krebs tragen müssen, sondern umgekehrt die Betreiber der Atomanlagen.

pk

Skandal im Deutschen Bundestag

Die Gewinne der Deutschen Stromkonzerne steigen jedes Jahr auf neue Rekordhöhen. Jetzt der neueste Clou! Für die Entsorgung des Atommülls soll jetzt alleine der Steuerzahler aufkommen! Diese Perversität wird von der Regierungskoalition der CDU / CSU und SPD noch unterstützt!

Konzerne sollen Asse zahlen!

Für Atommüll soll zahlen, wer ihn produziert!

Die große Koalition will am Freitag, 30. Januar 2009, das Atomgesetz ändern: Künftig soll allein der Bund (also wir Bürgerinnen und Bürger) für die Sicherung des Atommülls im maroden "Versuchsendlager" Asse aufkommen. Bisher steht im Gesetz: Wer Atommüll abgeliefert hat, muss dessen ordnungsgemäße Entsorgung bezahlen. Wieder einmal sollen also die Stromkonzerne auf Kosten der Allgemeinheit finanziell entlastet werden – im Fall des einsturzgefährdeten Atommülllagers „Asse II“ geht es um bis zu 2,5 Milliarden Euro. Nach dem Willen der Regierungsparteien sollte dies auch noch still und heimlich passieren: Den Änderungsantrag zum neuen Atomgesetz, der das Verursacherprinzip in Sachen Atommüll über Bord wirft, haben die Fraktionen von CDU/CSU und SPD erst am 22. Januar im Bundestag eingebracht. Die Atomkonzerne EnBW, Eon, RWE und Vattenfall haben mit ihren Atomkraftwerken jahrzehntelang Profit gemacht und strahlenden Müll in der Asse billig entsorgt. Fordere auch Du von den Bundestagsfraktionen der SPD und der Union: Die Sanierungskosten für das Atommülllager Asse soll zahlen, wer dort seinen Müll eingelagert hat! Mehr Hintergrundinformationen dazu gibt es im Kompaktinfo! Hilf mit, diese Gesetzesänderung zu stoppen! · Schreibe an die Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU und fordere sie auf, diese skandalöse Gesetzesänderung zu stoppen! Hier... · Informiere Deine Bekannten über diese Aktion, damit auch sie protestieren können! Hier... · Bleib auf dem Laufenden und bestelle kostenlos Newsletter und Rundbrief von .ausgestrahlt! Hier... · Unterstütze diese Aktion und die weitere Arbeit von .ausgestrahlt mit einer Spende - auch kleine Beträge helfen! Hier...

Atomenergie: Strommonopole bedrohen die Demokratie

In ihrem Pressestatement wirft Gesine Lötzsch der Bundesregierung ein Einknicken vor der Atomlobby vor und räumt mit dem Märchen auf, dass Atomstrom besonders preiswert oder billig wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Direkte und indirekte staatliche Subventionierung belaufen sich auf fast 165 Milliarden Euro, wobei die Katastrophenschutzmaßnahmen - z. B. Polizeieinsätze zur Bewachung von Castortransporten - nicht einmal eingerechnet werden. Gleichzeitig machen die  Atomkonzerne gigantische Gewinne. Die Parteivorsitzende kritisiert des Weiteren, dass die mit den Energieszenarien beauftragten Institute von den Atomkonzernen bezahlt wurden. Dass selbst diese Auftragsgutachten keine stichhaltigen Gründe für Laufzeitverlängerungen liefern können spricht für sich. Die LINKE fordert, die ältesten sechs Atomkraftwerke sofort vom Netz zu nehmen und den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie. Lötzsch ist sicher: "Es geht nicht um die Sicherheit der Bevölkerung sondern um die Profite der Stromkonzerne. Die Fakten sind eindeutig: Der Ausstieg ist notwendig und machbar." Auch Dorothée Menzner hält jegliche Laufzeitverlängerungsphantasien für eine energiepolitische Sackgasse. "Das ist Energiepolitik von gestern", kommentiert  die energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE die Ankündigung der Bundesregierung, den Atomausstieg um weitere 10-15 Jahren aufschieben zu wollen und fordert stattdessen Laufzeitverkürzungen.

DIE LINKE. Niedersachsen kündigt Widerstand gegen Atompolitik an

Für den Fall, dass Gorleben Endlager für Europas hochradioaktiven Atommüll werden soll, kündigt Kurt Herzog (DIE LINKE) Widerstand an. „Gorlebens geologische Schwächen haben selbst manipulierte Gutachten nicht verbergen und beheben können“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag in einer Mitteilung. Herzog wies zudem Forderungen der CDU nach einem Abbruch des Asse-Untersuchungsauschusses zurück. „Der Untersuchungssauschuss hat den Auftrag, die Auswirkungen des Asse-Desasters auf die Auswahl anderer Salzstöcke wie Gorleben als Endlager zu klären“, sagt er in einer Pressemitteilung.

Westerwelle antwortet auf Satire-Aktion "Atomausstieg kaufen"

Kaum erhalten FDP und CSU zwei Millionen Euro Parteispenden aus der Hotel-Branche, werden die Steuern für sie gesenkt. So viel Geld bekommen wir auch zusammen, sagen sich Tausende Campact-Aktive - und bieten dieses den beiden Parteien an, wenn sie am Atomausstieg festhalten. Auf die satirische Aktion hat FDP-Chef Guido Westerwelle prompt geantwortet - mit einer steilen These: Die Behauptung, es gebe einen Zusammenhang zwischen Parteispenden und politischen Entscheidungen, sei schädlich für die demokratische Kultur der Bundesrepublik.

Lesen Sie Westerwelles Antwort - und unsere Replik darauf...

Haben Sie CSU und FDP schon eine Parteispende angeboten?

Sorge um Atompolitik beschert GRÜNEN Rekordergebnisse

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden zukünftig von SPD und GRÜNEN regiert. LINKE scheitert in beiden Ländern deutlich an der 5%-Hürde. Wie erwartet beeinflusste die Sorge um die Atompolitik die Landtagswahlen in den beiden südwestlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz entscheidend. In beiden Ländern legte die Wahlbeteiligung kräftig zu. Die meisten NichtwählerInnen brachten dabei DIE GRÜNEN an die Wahlurnen. Diese Mobilisierung von bisherigen NichtwählerInnen führte zu Rekordergebnissen für die Umweltpartei.

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=jbdtftsoaqztqmp

Es gibt keinen grünen Kapitalismus

Atomausstieg jetzt - Menschen vor Profite! In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" erklärte Oskar Lafontaine:

"Die Energiewende wird es nicht geben, solange die Gewinnmaximierung das Handeln der großen Energiekonzerne bestimmt. Die Grünen werden noch lernen: Es gibt keinen grünen Kapitalismus."

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=connoffvxvooisa

FuckUshima! - Der Wind hat sich gedreht

Es ist wieder passiert - und es wird wieder passieren!

Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut, so hat man uns jahrzehntelang erzählt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt, mittlerweile fast 40 Jahre lang, daß atomare Energieerzeugung letztendlich keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und für hunderttausende Jahre lebensgefährlichen Giftmüll produziert. Kaum 5.000 Jahre reicht das Gedächtnis der Menschheit zurück... manchmal nicht einmal fünf.

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=saqxpurxzmnewyh

Solidarität mit den Menschen in Japan. Atomkraftwerke sofort abschalten!

Atomkraft ist nicht beherrschbar. Deshalb fordert DIE LINKE eine Entscheidung des Bundestages, künftig auf Atomtechnologie zu verzichten und einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie zu vollziehen. Diese Forderung wurde am Wochenende von mindestens einer Viertel Million Menschen auf den Straßen in Berlin, Hamburg, Köln und München unterstützt. Ein klares Zeichen gegen die schwarz-gelbe Atompolitik und für einen Ausstieg aus dem atomaren Wahnsinn. Angesichts der atomaren Krise nach Erdbeben und Tsunami in Japan spricht der Parteivorstand den Menschen in Japan seine Anteilnahme und Solidarität aus. In der verabschiedeten Erkl¦rung bekräftigt der Parteivostand die Forderung der LINKEN, den unumkehrbaren Ausstieg aus der Atomkraft im Grundgesetz festzuschreiben. Die Rede von Gregor Gysi im Bundestag zur atomaren Katastrophe findet sich hierFragen und Antworten zum Atomausstieg, Hintergrundinfos und viele Bilder von den Demos finden sich bei nachhaltig.links und auf der Themenseite