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 Zabergäu Spiegel

 Die regionale Online Zeitung Parteipolitisch und Kapital unabhängig

Weltbedrohung durch globalagierende Wirtschaftsgroßkriminelle mit Hilfe internationaler Banken und in ihren Dienste stehenden korrupten Politiker. Ausverkauf der Länder, soziale Zerstörung, Armut und Leid sind ihre Taten im Namen ihrer ungezügelter Habgier. Durch ihre Verantwortungslosigkeit vernichten sie die Lebensgrundlagen der Pflanzen, Tiere und des Menschen! Die Erde steht kurz vor der Zerstörung jeglichen Lebens!

Der hippokratische Ärzte Eid

oder

Die Folgen verfehlter Gesundheitspolitik

Die Verantwortung eines Arztes gegenüber seinen Patienten wiegt schwer, dies insbesondere wenn er auch noch den hippokratischen Ärzte-Eid abgelegt hat. Politiker haben es da schon etwas leichter ... Lügen und Täuschen sind sein tägliches Handwerk! Deshalb schert sich ein Politiker nicht um die Gesundheit der eigenen Bevölkerung. Hauptsache  die Zahlen stimmen ... insbesondere nach der Teilprivatisierung im Gesundheitswesen. Verantwortung gegenüber der Bevölkerung zeigen deshalb nur noch einzelne Ärzte. Dies hat aber gravierende Folgen!

Arzneimittelbudget, Hausarztverträge und Verantwortung für die Therapie von Patienten passen seit Jahren nicht „unter einen Hut“. Budgetdiskussion und Vermeidung von Regressen korrumpieren die ganzheitliche Versorgung der Patienten in der Hausarztpraxis. So steht eine Strafzahlung für die Jahre 2005 - 2009 einer Hausarztpraxis in der Höhe von 417000,-- € (Arzneimittelregress) an. Diese Verantwortung gegenüber den Kranken Bürgerinnen und Bürger wird als Strafe für scheinbare Unwirtschaftlichkeit in hausärztlicher Versorgung angesehen.

Die  ARD Sendung Plus Minus   hat sich diesem Problem, das auch viele andere Arztpraxen betrifft, angenommen. Sie hat in einer Praxis in Zaberfeld über dieses Problem einen Beitrag gedreht. Die Ausstrahlung erfolgt am 25. Januar 2012 ab 21.45 Uhr- PLUS MINUS- in der ARD.

http://www.daserste.de/plusminus/

 

Bürgermeisterwahl Brackenheim

Bürgermeisterwahl Brackenheim08

Bürgermeister Rolf Kiesel und sein Herausforderer Volker Bohn, bitte auf das Bild TIPPEN (Filmzusammenfassung unter YOUTUBE

Bürgermeisterwahl Brackenheim07

Weinfassanstich bei der Siegerfeier des “alten” und gleichzeitig “neuen” Bürgermeister Rolf Kieser (CDU).

Bürgermeisterwahl Brackenheim04

Gratulant Bürgermeister Dieter Böhringer Pfaffenhofen Württemberg.

Bürgermeisterwahl Brackenheim01

Volksabstimmung S21- Bewusste Irreführung der Bevölkerung

Was für ein Sieg.

Die Betreiber des regionalen und verkehrsindustriellen Umbauprogramms “Stuttgart 21", die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, der Staatskonzern Deutsche Bahn AG, die Landesregierung von Bündnis 90/Die Grünen und SPD, die Stadtregierung von Stuttgart, plus allerlei Konzerne und Immobilien-Verbände, schaffen es gegen eine kleine, lobby- und geldlose Gruppe von selbstorganisierten Bürgern derart zu gewinnen, daß es diesen Bürgern, diesem über Jahre mühsam und allein gegen alle aufgebauten Widerstand lediglich gelingt, bei einer Volksabstimmung im strukturkonservativsten Bundesland der Republik die Zustimmung von 1.5 Millionen Menschen für ihr Anliegen zu bekommen.

Was für eine Niederlage.

http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=huadorvsneexxij

BaWü: LINKE wird S21-Gegner weiter unterstützen

Eine Woche nach dem enttäuschenden Ergebnis der S21-Volksabstimmung beschloss der Landesvorstand der LINKEN in Baden-Württemberg, das Bündnis und den Widerstand gegen das Bahnprojekt S21 weiter zu unterstützen. Weil der großen Minderheit von 41 Prozent, die sich bei der Volksabstimmung gegen das Projekt ausgesprochen hat, nur noch außerparlamentarische Aktivitäten bleiben, ist der weitere Protest legitim und die LINKE wird dabei sein. Der volle Wortlaut der Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Sitzung des Landesvorstandes findet sich hier.

DIE LINKE Heilbronn gegen Fahrpreiserhöhung zum 11.12.11

Angesichts der hohen Summen, die die Kommunen des Landkreises in Betrieb, Strecke und Fahrzeuge nicht nur der Stadtbahn, sondern auch des Busverkehrs stecken, hält Kreis- und Regionalrat Johannes Müllerschön die zum 11.12.11 wirkende Fahrpreiserhöhung um satte 3,9% im Verkehrsverbund für skandalös. Bahn und HNV (Heilbronner-Hohenloher-Haller Nahverkehr GmbH) erhöhen die Preise nicht nur zeitgleich, sondern auch in gleicher Höhe. Müllerschön unterstützt den Antrag der Bundestagsfraktion der LINKEN und begrüsst die bundesweiten Aktionen der Partei gegen die Preispolitik der bundeseigenen Bahn. Der Aufsichtsrat der HNV, mit Margarete Krug (1.Bürgemeisterin HN) und Detlef Piepenburg (Landrat) an der Spitze haben diese Erhöhung bereits am 29.9.11 klammheimlich hinter verschlossenen Türen beschlossen. Kein gewähltes Kommunalgremium wurde dazu auch nur gehört. Müllerschön, der in seiner diesjährigen Haushaltsrede im Kreistag für eine effektivere Nutzung der Nahverkehrsinfrastruktur warb, hält diese Erhöhung für kontraproduktiv und für unsozial. Mit hohen Fahrpreisen ist ein Umstieg vom Individualverkehr zum öffentlichen Nahverkehr nicht zu erwarten. Für Müllerschön zeigt sich an diesem Beispiel, dass die private Rechtsform einer GmbH ungeeignet ist, um der öffentlichen Aufgabe „soziale Mobilität“ gerecht zu werden. Stattdessen kann er sich zum Beispiel einen transparenten, öffentlich kontrollierten und kundenorientierten, kommunalen Zweckverband HNV vorstellen, der die Aufgabe des Nah- und Fernverkehrs in der Region Heilbronn-Franken besser und günstiger organisiert. Ohne eine enge Beteiligung der Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel an Planung und Fahrplan wird es nicht gehen. Öffentlicher Verkehr ist halt nicht nur eine Frage von teueren Investitionen, sondern auch von erbrachter, täglicher Dienstleistung, meint Müllerschön in einer Pressemitteilung zu den Fahrpreiserhöhungen.

Rede zum Top 2 „Klinikbauten“ der Kreistagssitzung am 17.10.11 in Roigheim

Sehr geehrter Herr Landrat Piepenburg,

liebe Kreistagskolleginnen und –kollegen.

Bevor ich zu meinen kritischen Anmerkungen komme, will ich zunächst zwei positive Punkte erwähnen. 1) Es herrscht hier bisher Einigung für eine flächendeckende, breite Klinikversorgung mit den vier Standorten, deshalb sind wir für beide Neubauten. 2) Der Stadt- und Landkreis ist in der Lage die Krankenhausversorgung ohne privates, gewinnorientiertes Kapital zu organisieren. Beides soll auch so bleiben und ist für eine gute Daseinsvorsorge im Gesundheitsbereich wichtige Voraussetzung. Verbal sind wir uns auch einig, dass der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen soll und nicht kaltes Wirtschaftlichkeitsrechnen. Krankenhausneubauten sind nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz Ländersache. Wenn das Land jetzt 136 der 290 Millionen Euro zusagt, habe ich zwei Kritikpunkte: 1) Die neue Landesregierung aus Grüne und SPD führt eine Politik fort, die die kommunale Ebene durch zu hohe Kostenbeteiligung weiterhin schwächt. Sie haben Recht Herr Truntzer, das machen alle so, auch die neue Grün-Rote Landesregierung. 2) Die SLK GmbH selber und damit Beschäftigte und Patienten sollen mit 66 Millionen Euro die Hauptlast der „Restkosten“ tragen und erwirtschaften. Das ist zu viel! Zustande kommt so ein für den Landkreis und für Beschäftigte/Patienten ungerechtes Finanzierungskonzept, auch durch den Verschmelzungsvertrag von 2001. Bei den Kliniken, wie übrigens später auch bei der Stadtbahn Nord, zeigt sich, dass kommunale Daseinsvorsorge sowohl im Gesundheits- wie im Mobilitätsbereich nur noch durch kreisübergreifende Koordination möglich und sinnvoll ist. Kooperation muss allerdings auf Augenhöhe stattfinden, soll sie auf Dauer erfolgreich sein. Der Verschmelzungsvertrag von 2001 steht dem  im Wege, deshalb muss der Landkreis für 1 ½ Klinikneubauten bezahlen und der Stadtkreis nur für ½. Auch die Regelung, dass der Aufsichtsratsvorsitz der GmbH immer Kraft Amtes vergeben wird, statt zum Beispiel alternierend und demokratisch zu wählen, auch diese Regelung vermittelt den Eindruck von ungleichem Einfluss. Diejenigen, die sich bei der gültigen Rechtslage schlecht wehren können, nämlich Landkreis und Belegschaft und Patienten, die zahlen… Wenn der amtierende Geschäftsführer der GmbH, Herr Jendges, im Vorfeld sagt, die 66 Mio Euro Belastung für die GmbH seinen eine sportliche Herausforderung, dann habe ich dazu folgendes Bild vor Augen: Wir muten der Belegschaft unserer Kliniken einen Marathonlauf zu, mit Fußfesseln und zentnerschwerem Gepäck im Rucksack. Mit Fußfesseln denke ich an die sich verschärfenden Arbeitsbedingungen und das Lohndumping durch die immer noch tariflose Service GmbH. Herr Bopp und Herr Jendges, da sehe ich Sie in der Pflicht, vor allem auch nach dem von Ministerpräsident Kretschmann angekündigten Tariftreuegesetz. Bei dem zentnerschweren Gepäck im Rucksack, denke ich an  die heftigen Zinszahlungen, die die Beschäftigten zur Finanzierung über Kredite erst mal erwirtschaften sollen. Ich rate Ihnen, Herr Jendges und Ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden von dieser Stelle aus, wenn schon Marathon, dann ohne Fußfesseln und ohne schweres Gepäck. Nach Auffassung der LINKEN im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist die Belastung  für die SLK GmbH mit 66 Mio Euro zu groß, deshalb werde ich mich bei der folgenden Abstimmung enthalten. Noch auf ein Wort Herr Piepenburg. Sie haben vorhin den Geschäftsführer der SLK GmbH hier ausdrücklich begrüßt. Das möchte ich auch tun. Zusätzlich begrüße ich aber auch die anwesenden Betriebsräte der SLK Klink GmbH. Das Päckchen das der Kreistag heute schnürrt werden Betriebsrat und Geschäftsleitung zusammen mit den Beschäftigten tragen müssen.

Rede zum Top 3 Stadtbahn Nord der Kreistagssitzung am 17.10.11 in Roigheim

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Piepenburg.

Bevor ich meine detaillierte Kritik an der Vorlage und am Vorgehen der Verwaltung vortrage, will ich unsere positive Grundeinstellung zur Stadtbahn Nord noch einmal vornan stellen. Zusammen mit dem Heilbronner Stadtrat  Hasso Ehinger haben wir als LINKE aus Anlass unserer Stadtbahnpremierefahrt nach Sinsheim schon vor zwei Jahren erklärt: „Die Strecke ist ab sofort Stadtbahntauglich, auch wenn noch nicht an allen Bahnsteigen ein ebenerdiger Zustieg möglich ist. Die Baustellen an einigen Bahnhöfen dokumentieren die ernormen, kommunalen Anstrengungen in Sachen ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr).  Diese Anstrengungen gehören jetzt rasch belohnt, mit einer vorgezogenen Eröffnung der Stadtbahn Nord. Kein Verständnis haben wir LINKE für Kompetenzgerangel zwischen Stadt- und Landkreis, oder zwischen Bundesbahn und Stadtbahnbetreiber. Sowohl im Interesse des Klimaschutzes, wie auch im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner muss die Stadtbahn Nord umgehend eröffnet werden. Schließlich warten im Zabergäu und auf der Frankenbahn noch weitere Aufgaben die zeitnah angepackt werden sollen“. Bereits vor zwei Jahren, am 13.12.11 war die technische Infrastruktur für die Stadtbahn Nord fertig. Sie Herr Piepenburg haben zusammen mit dem VRN Verkehrsverbund Rhein Neckar  eingeladen zur Premierefahrt mit der Stadtbahn von Heilbronn über Bad Friedrichshall nach Sinsheim. Zwei Jahre später sind wir was Verbesserung des Fahrplans betrifft immer noch nicht weiter und der Fertigstellungstermin und die Kosten sind noch nicht absehbar. Herr Piepenburg, ich beneide Sie nicht um Ihre Verhandlungen mit der Bahn in Sachen Stadtbahn Nord. Als Betriebsratsvorsitzender kenne ich mich aus, mit Verhandlungspartnern, die sich arrogant und selbstherrlich über gemeinsame Interessen hinwegsetzen um sich selber gnadenlos die Taschen zu füllen. Börsennotiertes, profitgieriges Großkonzernwirtschaftsdenken lässt grüßen, sowohl bei der Bahn, wie in jenem Großkonzern, der jetzt in Italien aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten ist und die Arbeitskonditionen seiner Beschäftigten verschlechtern will. Aber nach diesem Vorwort, zurück zum Thema: In Vorbereitung der heutigen Kreistagssitzung, habe ich die Anreisezeiten vom Heilbronner Hauptbahnhof zum Bahnhof hier in Roigheim per Bahn ermittelt. Die idealste Verbindung braucht gerade mal 37 Minuten Fahrzeit! Kolleginnen und Kollegen das schaffen Sie mit dem Auto nicht. Laut Google Tourenplaner brauchen Sie für diese ca. 40 km 41 Minuten. Trotzdem bin ich heute mit dem Auto da, weil sich die Fahrzeit von Heilbronn nach Roigheim mit Anwesenheit in Roigheim um 14.00 Uhr auf 1 Std und 30 Minuten, bzw zwei Stunden erhöht und ich der Bahn nicht traue, ob ich nach der Sitzung mit vernünftigem Zeitaufwand wieder nach Hause komme. Verbesserung des Schienenverkehrs ist nicht immer eine Frage von großen und teueren technischen Investitionen, sondern es ist eine Frage von Organisation oder besser eine Frage des Fahrplans. Einen Fahrplan haben wir heute nicht vorliegen, aber Wahnsinnskosten für Fahrzeuge, technische Ausstattung und für den Betrieb. Allerdings wissen wir, dass der möchtegern börsennotierte Bahnkonzern im laufenden Jahr 2 Milliarden Euro Gewinn erzielen will. Befürchtet wird nicht nur von mir, sondern auch von bahnkundigen Mitstreitern, dass sich die Bahn mit dem vorliegenden Vertragswerk für lange 15 Jahre aus kommunalen Fördergeldern bedient, ohne die erforderliche und notwendige Verkehrsleistung zu erbringen. Alle Risiken allerdings sollen laut dem Realisierungs- und Finanzierungsvertrag das Land und die Landkreise/Kommunen übernehmen. Viele Fragen über Fahrplan und Nutzungsmöglichkeiten bleiben in der uns heute vorliegenden Drucksache unbeantwortet und offen, zum Beispiel:  – Bleiben die heute vom Land finanzierten Verkehrsleistungen auf den beiden Strecken mit der Stadtbahn Nord erhalten oder werden diese auf andere Strecken (z.B. die Frankenbahn) verlagert? Dies würde bedeuten, dass die Region Betriebskosten im SPNV vom Land übernimmt. Ist vertraglich geregelt, dass die heute vom Land für diese Verkehre zur Verfügung stehenden Finanzleistungen auch in Zukunft erhalten bleiben? Dass also Effizienzgewinne durch künftige Ausschreibungen der Region als Mehrleistungen im SPNV erhalten bleiben? Oder behalten wir nur die heute teuer erkauften Zugkilometer, während das eingesparte Geld in andere Regionen fließt? Wir setzen bei der Finanzierung von Stadtbahn Nord und Süd, sowie bei Franken- und Zabergäubahn auf den 27.11.11, da werden Milliarden frei und sagen „Ja zum Ausstieg aus S 21 und Ja zum Einstieg in die Fläche“. Deshalb stimme ich schon heute trotz großer, konkreter Bedenken mit Ja für die Stadtbahn-Nord. Herr Piepenburg, ich habe da noch eine Nachfrage. Als zufälliger Irrläufer ist bei mir gerade während der Sitzung eine Unterschriftenliste aufgeschlagen, mit der Überschrift Kreistagssitzung am 17.10.2011 „Wir sagen nein zum Ausstieg und Ja zu Stuttgart 21“ oder so ähnlich. Ist diese Unterschrift von Ihnen als Hausherr hier und heute legitimiert? Ich habe nichts gegen Unterschriftensammlungen, im Gegenteil. Ich will es nur wissen, damit ich das nächste Mal selber eine initiieren kann, allerdings mit einem anderen Inhalt.

Johannes Müllerschön Mitglied im Kreistag

Klaus Hanselmann ist verstorben

Hanselmann

Auf der politische Bühne gibt es wenige die die Sache in den Mittelpunkt stellen. Klaus Hanselmann war so einer. Still aber mit einem messerscharfen Verstand analysierte er jegliche Art von politischen Realitäten. Auf dem Punkt gebracht und Hintergründe erkennen, dies war sein Markenzeichen. Politische Allüren waren ihm fremd. Seine Beiträge klärten auf und dies in sehr verständlicher Art und Weise. Schwer krank (Krebs) und auch Hartz IV konnten sein soziales Wesen nicht zerstören. Sich für den Schwachen einzusetzen war seine innere Berufung. Sein eigenes Schicksal war für ihn kein Hemmschuh, kein Hindernis, sich für die Belange der Menschen einzusetzen. So verstarb er auch in aller Stille - .

Es verbleibt die Erinnerung und die Trauer um einen selbstlosen Kampfgefährten und im Herzen “guten” Menschen.

Wilhelm Hötzl   

Das langjährige Mitglied der LINKEN im Kreisverband Heilbronn-Unterland, Klaus Hanselmann, ist nach langer Krankheit im Alter von 59 Jahren verstorben. Klaus engagiert sich bereits in der WASG, um gegen die Ungerechtigkeiten der Agenda 2010 politisch etwas zu tun. Er gestaltete dann den Übergang zur gemeinsamen Partei DIE LINKE im Stadt- und Landkreis Heilbronn mit. Seine beruflichen Qualifikationen machten ihn zum Medienspezialisten des Kreisverbandes. Er baute die Internetpräsenz auf und verwaltete lange Zeit die Mitgliederdaten, aber auch beim Plakatekleben gab seine Kleistermischung den nötigen Halt. Klaus war seit der Gründung des Kreisverbandes Heilbronn-Unterland Mitglied des Kreisvorstandes und wurde im letzten Jahr in diesem Amt bestätigt. Die Finanzpolitik war sein Steckenpferd, darber konnte man mit ihm lange und aufschlussreiche Gespräche führen. Durch den andauernde Protest gegen Stuttgart 21 und die vielen bunten Demos in Stuttgart haben wir Heilbronner im Jahr 2010 viel Zeit gemeinsam verbracht, Klaus war fast immer dabei. Auch in seinem letzten Landtagswahlkampf half Klaus, trotz der sich verschlechternden Gesundheitssituation, mit und gestaltete die Flyer der LINKEN in den Wahlkreisen Heilbronn und Neckarsulm. Und auch beim Plakatekleben konnte man auf Klaus zählen, trotzdem ihm das lange Stehen sichtlich Schmerzen bereitete. Mit Klaus geht einer, der vielleicht nicht im Mittelpunkt stand, aber der einen wichtigen Teil unserer Partei ausmacht (oder ausmachen sollte): den kleinen Mann von nebenan, der sich politisiert und nicht unterkriegen lässt, trotz aller Widrigkeiten. Klaus wurde anonym in Schwäbisch Gmünd beigesetzt.