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 Zabergäu Spiegel

Rechte der Behinderten HIER!

AAVdk01

Politik muss dauerhaft auf Kürzungsfaktoren verzichten

Gefahr der Altersarmut wächst besonders für Langzeitarbeitslose

"Die Armut in Deutschland wächst in allen Altersgruppen. Die Zahlen der OECD zur Altersarmut sind eindeutig. Danach sind 15 Prozent der Rentner in Deutschland armutsgefährdet, bei den alleinstehenden Rentnerinnen sind es sogar 30 Prozent. 14 Prozent aller Kinder gelten als arm. An diesen Fakten kommt auch Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt nicht vorbei", erklärte der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger.

Immer mehr Rentner hätten immer weniger Geld. Keine Bevölkerungsgruppe sei in den vergangenen Jahren stärker zur Kasse gebeten worden. Die Aussetzung der sogenannten Riester-Treppe für zwei Jahre reiche daher nicht aus, um die Probleme zu lösen. Hirrlinger: "Die Koalition muss dauerhaft auf den Riester-Faktor, der eine Rentenkürzung von 0,6 Prozent ausmacht, und den Nachhaltigkeitsfaktor verzichten. Diese Änderung im bestehenden System brächte heutigen und künftigen Rentnerinnen und Rentnern voraussichtlich jährlich Rentenzuwächse von 1,1 Prozent." Damit die gesetzliche Rente nicht noch weiter Richtung Grundsicherung drifte, müsse auch der für 2011 geplante Nachholfaktor gekippt werden.

Die Gefahr der Altersarmut wachse vor allem auch für Langzeitarbeitlose und Niedrigverdiener massiv. "Für eine Jahr Arbeitslosigkeit erwerben ALG-II-Bezieher gerade mal 2,19 Euro Rentenanwartschaft. Das ist viel zu wenig." Hirrlinger forderte eine Wiederbelebung der "Rente nach Mindesteinkommen". Dabei wird Geringverdienern der Rentenversicherungsbeitrag aufgestockt und zwar auf eine Beitragshöhe, die 75 Prozent des Beitrags eines Durchschnittsverdieners entspricht. Zudem dürfe die Riester-Rente nicht vollständig auf die Grundsicherung angerechnet werden. Sonst werde derjenige, der trotz geringen Einkommens für das Alter vorsorge, am Ende noch bestraft, so Hirrlinger. (Sabine Kohls)

Bericht über die Jahreshauptversammlung im Evangelischen Gemeindehaus in Weiler am 19.April 2008. Teil

VdK02

Es gibt keinen Krieg der Generationen

Wolfgang Gründinger (25) plädiert für ein Miteinander von Jung und Alt

„Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin": Diesen bekannten Spruch der Friedensbewegung könnte man abwandeln in: „Stell dir vor, der Krieg der Generationen wird ausgerufen, und keiner macht mit." In der immer wieder aufflammenden Debatte um Generationengerechtigkeit reden manche Politiker, Wissenschaftler und Medien einen Generationenkonflikt herbei, von dem wir zum Glück weit entfernt sind. Der Politik- und Sozialwissenschaftler Wolfgang Gründinger (Jahrgang 1984) hat nun ein Buch geschrieben, das all denjenigen, die unter dem Vorwand der Generationengerechtigkeit den Sozialstaat abbauen wollen, als Pflichtlektüre verordnet werden sollte. Gründinger belegt eindrucksvoll, warum der demografische Wandel nur halb so dramatisch ist wie von manchen gerne dargestellt. Durch mehr Beschäftigung und eine höhere Produktivität können auch mehr Ältere problemlos versorgt werden. Gründinger räumt mit dem Vorurteil auf, die Alten seien eine gierige Generation. Selbst wenig begüterte Rentner unterstützen freiwillig ihre Kinder und Enkel finanziell, helfen bei der Kinderbetreuung oder engagieren sich ehrenamtlich in der Vereinsarbeit. Gründinger spricht sich auch für die Beibehaltung des solidarischen Generationenvertrags und des Umlageverfahrens in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Durch die Umstellung auf ein Kapitaldeckungsverfahren würde die jüngere Generation („Sandwich-Generation") doppelt belastet. Gründinger: „Die heutige Rentnergeneration hatte keine Chance, sich eine eigene Kapitalrente anzusparen und müss-te deshalb weiter versorgt werden, während die Jüngeren nicht nur für die heutigen Renten aufkommen, sondern zusätzlich selbst für ihre eigene Rente sorgen müssten."

Ältere beschäftigen

Gründinger beklagt auch den Jugendwahn in deutschen Betrieben. Verlieren Ältere ihren Arbeitsplatz, seien die Chancen, eine neue Anstellung zu finden, äußerst gering. Befragungen belegten, dass nur die Hälfte der Unternehmen -bedingungslos bereit seien, Ältere einzustellen. Die Haltung von Unternehmen gegenüber älteren Arbeitnehmern sei immer noch abwartend und distanziert. Weiterbildungsmaßnahmen für Ältere seien eher die Ausnahme als die Regel. Gründingers Fazit: „Wir verspielen leichtfertig das Potenzial der älteren Generation."

Junge brauchen Sicherheit

Große Sorge bereitet dem Autor die schlechte Situation der Jüngeren auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Immer weniger Schul- und Hochschulabgänger haben Aussicht auf eine unbefristete, Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Die Jungen brauchten mehr Arbeitsplatzsicherheit. Dies würde auch deren Motivation erhöhen, eine Familie zu gründen, betont Gründinger. Gründinger referierte bereits im April 2008 auf dem VdK-Forum in der Evangelischen Akademie Tutzing und diskutierte am 20. August 2009 bei „Maybrit Illner" im ZDF mit VdK-Präsidentin Ulrike Mascher, die über ihn sagte: „Es ist angenehm, endlich mal mit jemandem zu diskutieren, der sich mit dem Rentensystem auskennt." mpa

Das .Buch von Wolfgang Gründinger „Aufstand der Jungen -Wie wir den Krieg der Generationen vermeiden können" ist im Verlag C. H. Beck erschienen und kostet im Buchhandel 12,95 Euro.

VdK legt Verfassungsbeschwerde ein

Zusätzlicher Krankenversicherungsbeitrag von 0,9 Prozent im Visier

Der Sozialverband VdK  Deutschland hat gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) eine neue Verfassungsbeschwerde erhoben (Az.: l BvR 1701/09). Sie wendet sich dagegen, dass auch Rentnerinnen und Rentner seit dem 1. Juli 2005 den zusätzlichen Beitragssatz von 0,9 Prozent zur gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen müssen.

Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern bekommen Rentner dafür aber keine Gegenleistung, da sie beispielsweise keinen Anspruch auf das gesetzliche Krankengeld haben. Der Sozialverband VdK hat die zusätzliche Belastung daher von Anfang an scharf kritisiert und abgelehnt. Die Erhöhung war bereits früher Gegenstand eines Musterstreitverfahrens. Doch damals versprach eine Verfassungsbeschwerde keinen Erfolg. Grund: Ebenso wie das B.undessozialgericht hatte auch das Bundesverfassungsgericht anlässlich einer Entscheidung zur Beitragspflicht bei Betriebsrenten befunden, dass mit der Erhöhung keine grundlegende „Beeinträchtigung der Vermögensverhältnisse im Sinne einer erdrosselnden Wirkung verbunden" sei, heißt: Der zusätzliche Beitrag ist den Rentnern zuzumuten. Diese Entscheidung lassen die Sozialverbände mit ihrer Verfassungsbeschwerde jetzt überprüfen, da sich zwischenzeitlich neue Aspekte ergeben haben. So hat das Bundessozialgericht (BSG) in seinem Urteil vom 21. Januar 2009 (Az.: B 12 R 1/07 R) zwar ausgeführt, dass der zusätzliche Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent keine Überforderung der Rentner darstelle. Diese Maßnahme sei typischerweise nicht derart niveausenkend zu betrachten, dass die Rente dadurch ihre prinzipielle Struktur und ihre Funktion als freiheits- und existenzsichernde Leistung verlöre, urteilte das Gericht. Jedoch konnte der BSG-Senat keine Kriterien dafür nennen, ob und welche weiteren Belastungen von Rentnern infolge verschiedener Gesetze (beispielsweise bei der Rente) bei der verfassungsrechtlichen Beurteilung von Beitragserhöhungen mit berücksichtigt werden müssen. Die beiden Sozialverbände erwarten daher vom Bundesverfassungsgericht, dass es einige dieser Kriterien aufzeigt, und so dem Gesetzgeber klare Vorgaben im Hinblick auf mögliche weitere Erhöhungen des Krankenversicherungsbeitrags macht. VdK und SoVD lehnen weitere Belastungen der Rentnerinnen und Rentner ab und erwarten vom Verfassungsgericht, dass dieses hier dem Gesetzgeber Grenzen setzt.

Jörg Ungerer VdK

UlrikeMascher

Die Kluft wächst

von VdK Präsidentin Ulrike Mascher

In diesem Sommer wurde viel über Generationengerechtigkeit, Rentengarantie, die „Macht der Alten" und den angeblich wachsenden Konflikt zwischen Jung und Alt diskutiert. Gerne wird dieser Konflikt von Gegnern des Sozialstaats geschürt, um vom eigentlichen Problem unserer Gesellschaft abzulenken: der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, die quer durch alle Generationen verläuft. Seit dem Jahr 2000 haben Geringverdiener noch einmal 15 Prozent ihres Einkommens verloren, während Gutverdiener ihre Einkünfte weiter steigern konnten.

Die reichsten ein Prozent, die über mindestens 800000 Euro verfügen, besitzen fast ein Viertel des Vermögens in Deutschland. Auf der anderen Seite hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung überhaupt keine finanziellen Rücklagen. Ursachen für die sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich sind die Steuererleichterungen für Besserverdiener und die gleichzeitige Schlechterstellung von Arbeitslosen durch die Hartz-IV-Gesetze. Der Hauptgrund für Einkommensverluste ist jedoch der alarmierende Rückgang Sozialversicherungspflichtiger Vollzeitjobs. Nur noch sechs von zehn Beschäftigten haben solch ein Arbeitsverhältnis, das früher Standard war. Minijobs, Zeit- und Leiharbeit, - also unsichere, schlecht bezahlte Jobs - prägen immer mehr den Arbeitsmarkt in Deutschland. Aber auch 23 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten mittlerweile im Niedriglohnbereich. Auf dem Arbeitsmarkt herrschen bei uns längst amerikanische Verhältnisse. An die Stelle des von Ludwig Erhard ausgerufenen Mottos der sozialen Marktwirtschaft, „Wohlstand für alle", ist jetzt der „Luxus für wenige" getreten, sagen renommierte Wissenschaftler wie der Wirtschaftsweise Professor Peter Boflnger oder Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Umfragen zufolge halten drei Viertel der Bevölkerung die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland für ungerecht. Deshalb muss die nächste Bundesregierung dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft nicht weiter auseinanderfällt. Finanz- und Wirtschaftskrise treiben die Neuverschuldung des Staates in die Höhe. Da werden die Rufe nach Sparmaßnahmen im Sozialhaushalt wieder lauter werden. Der VdK wird jedenfalls alles daransetzen, dass die Sanierung des Bundeshaushalts nicht zulasten der Alten und Schwachen geht.

Kein Grund zur Panik

Wenn es in Talkshows um den Sozialstaat geht, sagt mindestens einer der Gäste mit sorgenvoller Miene, dass das größte Problem die demografische Entwicklung sei. Immer mehr ältere und immer weniger junge Menschen würden einen Umbau der sozialen Sicherungssysteme zwingend notwendig machen. Dieses Argument wird gebetsmühlenartig von all denjenigen ins Feld geführt, die den Sozialstaat auf ein Minimum zurechtstutzen und Renten- und Krankenversicherung am liebsten privatisieren wollen. Tatsache ist: Die Bedeutung einer älter werdenden Gesellschaft und der Geburtenrate für das Wohlergehen der Bürger werden maßlos überschätzt. Würde der Wohlstand vom Anteil der Jungen an der Bevölkerung abhängen, dann schwämmen ärmste Länder wie Nigeria, Bangladesch und Äthiopien im Überfluss. Entscheidend ist nicht eine hohe Geburtenrate, sondern die wirtschaftliche Produktivität einer Gesellschaft. Jeder kennt die Zahlen, die in vielen Diskussionen als regelrechte Drohkulisse präsentiert werden: 1955 kamen auf einen Rentner fünf Erwerbstätige, 1990 waren es noch vier, heute sind es drei, und im Jahr 2030 werden nur noch zwei Menschen im erwerbsfähigen Alter für einen Rentner aufkommen müssen. Doch versetzen wir uns einmal in das Jahr 1900. Damals kamen auf einen Rentner zwölf Erwerbstätige. Im Traum hätte da keiner daran gedacht, folgenden Jahrhundert ein umfassender Ausbau der sozialstaatlichen Leistungen stattfinden würde. Möglich war dies durch den Produktivitätsfortschrift (weniger Beschäftigte erbringen immer mehr wirtschaftliche Leistung) - und das trotz zweier Weltkriege und trotz wirtschaftlicher Krisen wie 1929. Da muss uns auch für die Zukunft nicht bange werden Die Rürup-Kommission prognostizierte 1,8 Prozent, die Herzog - Kommission 1,25 Prozent jährlichen Produktivitätszuwachs für die nächsten Jahrzehnte. Das heißt, der zu verteilende Kuchen wird größer bei einer gleichzeitig leicht schrumpfenden Bevölkerung. Für die gerechte Verteilung dieses Kuchens muss allerdings die Politik sorgen. Die eigentliche Konfliktlinie in Deutschland verläuft nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich. Das wissen auch die Rentnerinnen und Rentner sowie ihre Kinder und Enkel. Der Generationenkonflikt existiert nur in den Köpfen mancher Wissenschaftler, Politiker und Journalisten. In Wirklichkeit ist das Verhältnis zwischen Jung und Alt von großem gegenseitigen Verständnis und gegenseitiger Hilfsbereitschaft geprägt. Ulrike Mascherh

Zabergäu Spiegel

Die regionale Online Zeitung

Parteipolitisch und Kapital unabhängig

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VdK fordert Armutsbeauftragte in Bund und Land

Armutsbekämpfung und -vermeidung ist eine Querschnittsaufgabe

"Der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung belegt, dass die Schere zwischen Arm und Reich bereits viel weiter auseinander klafft, als viele meinen. Dass jeder Achte in Deutschland bereits in Armut lebt, ist beschämend für ein reiches Land und zeigt auch, wie notwendig die aktuelle VdK-Kampagne 'Aktion gegen Armut' ist." Dies erklärte der Präsident des Sozialverband VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, heute in Berlin.

Hirrlinger forderte als Sofortmaßnahme, die Hartz-IV-Regelsätze auf 420 Euro anzuheben. Davon würden alleinerziehende Mütter, bedürftige Rentner und Langzeitarbeitslose gleichermaßen profitieren. Außerdem müsse rasch wieder die Möglichkeit geschaffen werden, große einmalige Belastungen wie bei der Einschulung von Kindern, dem Ersatz von Haushaltsgeräten oder notwendigen Reparaturen, von den Sozialämtern finanzieren zu lassen. Von 347 Euro pro Monat könne man keine Rücklagen bilden.

Jedes sechste Kind lebe inzwischen von Hartz IV, so Hirrlinger. Da könne man den reichsten fünf Prozent der Bevölkerung, die rund ein Drittel des gesamten Volksvermögens besitzen, durchaus die Wiedereinführung der Vermögenssteuer zumuten. Zudem müsse der Hartz-IV-Satz für Kinder um mindestens 20 Prozent von 208 auf 250 Euro angehoben werden.

Hirrlinger: "Armutsbekämpfung und -vermeidung ist eine Querschnittsaufgabe. Wir brauchen Armutsbeauftragte in Bund und Ländern, die sich Sozial-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Bildungspolitik gleichermaßen annehmen und koordinieren."

Wenn heute 700 000 der Minijobber in Deutschland über 65 Jahre über das Rentenalter von 65 hinaus für ihre Existenz arbeiten müssen, dann stimme etwas nicht. "Deshalb muss die Rente nach Mindesteinkommen wiederkommen. Sonst laufen Geringverdiener zunehmend Gefahr, in Altersarmut zu geraten. Dazu gehört auch, einen entsprechenden Lohn zu zahlen, denn mit Hungerlöhnen ist Armut ebenfalls vorprogrammiert." (Sabine Kohls)

VdK Oberes Zabergäu am 05.07.2008

VDK001

Am Samstag den 05.07.2008 um 14:30 Uhr, konnte die 1. Vorsitzende, Frau Knörle zahlreich die Gäste im Ev.Gemeindesaal in Weiler begrüßen. Pfarrer Hermann-Aichele-Tesch stellte  uns gern den Gemeindesaal zur Verfügung. Nachdem man sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatte, eröffnete  unser Referent, Herr Ziegele von der AOK Lauffen-Brackenheim einen Vortrag über die Themen, Gesundheitsreform, Gesundheitsfond 2009, Pflegeversicherung- Änderungen zum 01.07.08, Rabattverträge Arzneimittel, Elektronische Gesundheitskarte und Härtefallregelungen bei Zuzahlungen. Herr Ziegele hatte in seinem Vortrag anschaulich versucht diese doch sehr komplexen Themen nahe zu bringen. Es zeigte sich dann auch während des Vortrages, dass die Emotionen sehr unterschiedlich waren und viele Details, von den Regierenden Parteien so beschlossen, für die Patienten und die pflegenden Angehörigen nicht immer auf Verständnis stoßen. Die Themen hier alle ausführlich zu beschreiben würde den Rahmen des Möglichen sprengen. Der VdK Berichtet ausführlich in seiner Zeitung, durch Presse und auf seiner Internetseite über die Details. Auch kann man sich in den Beratungen der AOK und anderen Krankenkassen die notwendigen Informationen, auch über die elektronische Gesundheitskarte einholen. Der VdK bietet so  auch in den Rathäusern der Umgebung  z.B. im Rathaus in Brackenheim die Möglichkeit zur Information. Angehörige, Pflegebedürftige und Interessierte Menschen sollten sich nicht scheuen, gerade wenn es um die Kosten, Sachleistungen, Hilfsmittel usw. geht sich in den Beratungsstellen Hilfe zu holen, dazu ist auch der VdK mit seinen geschulten ehrenamtlichen aber auch hauptamtlichen Fachkräften da. Zum Abschluss des Infomittag wurden von Frau Knörle noch die Einzelheiten zum Ausflugsprogramm 2008 besprochen. Tagesausflug am 29.08.08. nach Bad Wimpfen und Bad Rappenau  Erholungswoche vom 12.bis 19.10.08 ins behindertengerechte VdK-Haus nach Merzig- Besseringen ( Saarland ) Sollten Sie mehr Informationen benötigen gibt Ihnen Frau Knörle unter der Tel.07135-7884 Auskünfte. Wir sind ab sofort auch im Internet zu finden, unter

 www.vdk-bawue.de

Anspruch auf Einbettzimmer festschreiben

Landesseniorenrat und VdK warnen vor Zwei- oder gar Dreiklassen-Pflege

Die Gestaltung von Bau- und Raumkonzepten von Pflegeheimen muss sich vorrangig an der Erhaltung von Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität für die in Heimen lebenden Menschen orientieren. Deshalb forderten kürzlich die Landesvorsitzenden des Landesseniorenrats (LSR), Roland Sing, und des VdK Baden-Württemberg, Hans-Otto WalteT, gemeinsam den Laridlag von Baden-Württemberg auf, umgehend einen gesetzlichen Anspruch auf ein Einbettzimmer im Pflegeheim zu beschließen.

Größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung sei aus ethischen und moralischen Gründen unabdingbar sicherzustellen. Sollte dem nicht entsprochen werden, so Walter und Sing, drohe eine Zwei- oder gar Dreiklassen-Pflege. Die auf Sozialhilfe angewiesenen Pflegebedürftigen, deren Zahl immer mehr ansteigt, würden ansonsten in Altbauten und weiterhin in Zweibettzimmern untergebracht. Dies sei mit der Menschenwürde im Alter nicht vereinbar. Am Lebensabend dürften alte Menschen in ihrem privaten Schlaf- und Lebensraum nicht mit einer fremden Person untergebracht werden, betonten beide.ein Verständnis zeigen Hans-Otto Walter und Roland Sing für Vorstellungen von Pflegeheimbetreibern, Übergangslösungen für die Einführung von Einbettzimmern in Baden-Württemberg von bis zu 25 Jahren zu schaffen. Hier sei klar, dass der Kommerz das Handeln bestimme und nicht das Wohl der Pflegebedürftigen. Dass private Pflegeheinibetreiber solch lange Fristen forderten^ seibedenklich. Dass aber auch freigemeinnützige und karitative Betreiber von Pflegeeinrichtungen lange Übergangslösungen favorisierten, sei völlig unverständlich. „Dies ist mit deren sozialem Auftrag nicht vereinbar", kritisierten die beiden Vorsitzenden.

Aktuelle Zahlen

Nach Angaben des Statistischen Landesamts ist mit. einem Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen in Baden-Württemberg auf 358 000 bis zum Jahr 2031 zu rechnen. Im Dezember 2007 hatte es noch 237 000 pflegebedürftige Männer und Frauen im Südwesten gegeben. Die Statistiker rechnen mit einer Zunahme der stationär untergebrachten Pflegebedürftigen um 62 Prozent. Schon heute ist in Baden-Württemberg das Pflegeheim die zweithäufigste Wohnform für altere Frauen und Männer. Deshalb begrüßen VdK und LSR grundsätzlich, dass eine Überarbeitung der Ausführungs-bestimmungen zum Landesheimgesetz erfolgt. Da die bisherigen Bestimmungen bereits 30 Jahre alt sind, sei eine Anpassung an heutige Erfordernisse notwendig. Für den Sozialverband VdK und für den Landesseniorenrat kann es in diesem Zusammenhang aber nur eines geben einen gesetzlichen Ansprach 'auf Einbettzimmer und so eine gesetzlich geschützte Privat- und Intimsphäre von in Heimen lebenden Menschen.